Die Heilkraft der Natur

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Thermalwasser ist in Europa seit der Antike bekannt. Griechen und Römer begründeten eine eigene Badekultur, später entstanden berühmte Kurstädte um die Quellen herum. Seit der Jahrtausendwende erlebt die Thermalkur ein Comeback.

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Hellblaue Becken in der Toskana-Landschaft

Schon die Römer nutzten die heiße Schwefelquelle von Saturnia in der südlichen Toskana. Ein Bad im 37 Grad heißen Thermalwasser vor der sanften Toskana-Kulisse ist eine Wohltat für Körper und Geist – und noch dazu kostenlos.

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Unesco Welterbe in der Türkei

Die weißen Sinterterrassen von Pamukkale sind ein Unesco Welterbe. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Baumwollburg“, weil die weißen Ablagerungen an Watte erinnern. Ein Bad in den heißen Thermalquellen des Ortes ist ein einzigartiges Erlebnis.

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Termas Geométricas im Nationalpark Villarrica Sur

Nebel, Urwald, kantige Steinbecken und rote Holzwege charakterisieren den Thermalkomplex der Termas Geométricas in Chile. Sie bieten Besuchern ein einzigartiges Erlebnis zwischen Araukarien und Vulkangestein.

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Baden und Wale beobachten

Im Norden von Island erwartet Besucher ein ganz besonderes Thermenerlebnis: im neuen Geothermal-Resort Geosea können Badegäste gleichzeitig das warme, mineralienhaltige Wasser genießen, den Körper heilen und Wale beobachten.

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Neben den natürlichen Thermalquellen ist auch der türkisblaue Tolantongo Fluss ein echtes Highlight

Der Besuch der warmen Quellen von Tolantongo ist ein Abenteuer: das Gebiet lässt sich nur mit dem Auto erreichen, die Übernachtungsmöglichkeiten sind einfach. Wer einige Mühen auf sich nimmt, wird mit einem phänomenalen Naturschauspiel belohnt.

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Heilwissen aus der Antike

Wer Lust auf ein Abenteuer abseits vom Mainstream-Tourismus hat, sollte eine griechische Thermalquelle aufsuchen. Die heilsamen Orte sind oft schon seit der Antike bekannt und beeindrucken durch ihr ursprüngliches Flair.  

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Thermalquellen: heilsames Wasser aus den Tiefen der Erde

Die heilende Wirkung von Thermalwasser ist schon seit der Antike bekannt. So finden sich auf dem Gebiet der griechischen und römischen Welt bis heute bedeutende Thermalkurorte, beispielsweise in Saturnia, Pamukkale oder Edipsos. Die Römer verbreiteten ihre Badekultur in ganz Europa. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es dann eine Blütezeit der Thermalkurorte: um die Thermalquellen herum entwickelte sich eine Kurstadt mit Thermalbädern, Thermenhotels und Wandelhallen.

Dabei hat jede Kultur ihre eigenen Thermalrituale, wie man bei einem Besuch eines Thermalbads zum Beispiel in der Slowakei, auf Island, in Japan oder Chile feststellen kann. Überall auf der Welt nutzen die Menschen Thermalquellen für Heilbäder und Trinkkuren. Thermalwasser tritt mit einer Temperatur von über 20 Grad aus dem Boden, auf seinem Weg durch die Erdschichten werden zahlreiche Inhaltsstoffe in dem warmen Wasser gelöst. Die hohe Konzentration von Salz, Schwefel, Kohlendioxid, Mineralien und mitunter auch radioaktiven Elementen verleiht den Thermalquellen ihre Heilwirkung.

Je nach Zusammensetzung des Thermalwassers unterscheidet sich die gesundheitsfördernde Wirkung: Thermalquellen mit einem hohen Salzgehalt, auch Sole genannt, wirken lindernd bei Rheuma, Gelenkerkrankungen, Erkältungen, Infektanfälligkeit, Allergien und Atemwegsbeschwerden. Eine hohe Konzentration von Magnesium und Kalzium hilft bei Muskelkater, Rheuma und Gicht und beugt Osteoporose vor. Thermalwasser mit einem hohen Jod- und Selengehalt sind wiederum gesundheitsfördernd bei Funktionsstörungen der Schilddrüse. Das radioaktive Gas Radon, das in einigen Thermalquellen enthalten ist, aktiviert die Selbstheilungskräfte und lindert Entzündungen. Im Wasser gelöster Schwefel wirkt bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Akne.

Natürlich hat auch die Wärme an sich eine positive Wirkung auf Körper und Geist: Muskeln und Gelenke entspannen sich, der Blutdruck sinkt und innere Unruhe verschwindet. Die Konzentration von Wirkstoffen und die hohe Temperatur des Thermalwassers sind allerdings in manchen Fällen problematisch: so sollten Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen, Schwangere und Babys vorsichtig sein beim Bad im Thermalwasser, möglicherweise ist es auch sinnvoll, zuvor einen Arzt zu konsultieren.

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