Wonnemar Marktheidenfeld: Therme meldet Insolvenz an

Gegen die Betriebsgesellschaft des Wonnemar-Bades in Marktheidenfeld wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet

Die anhaltende Corona-Pandemie setzt den deutschen Thermen schwer zu. Hohe monatliche Fixkosten, der Vollverlust der Einnahmen durch die erneuet Zwangsschließung und die Tatsache, dass finanzielle Rücklagen mittlerweile aufgebraucht sind bringen das Wonnemar Marktheidenfeld an den Rand der Insolvenz.

Insovenzverfahren eröffnet

Quelle: InterSPA Gruppe

Das Wonnemar im fränkischen Marktheidenfeld ist geschlossen. Im Rahmen des zweiten Corona-Lockdowns musste die Therme am 2. November erneut ihre Türen schließen. Nun ist fraglich, ob das Wonnemar überhaupt wieder öffnen wird, denn mittlerweile wurde ein Insolvenzverfahren über die Betriebsgesellschaft des Bades InterSPA eröffnet. In einer Mitteilung der InterSPA heißt es, die Beteiligten würden nach einer Zwischenlösung suchen und strebten Gespräche mit der Stadt an, wie der Betrieb der Therme trotz der schwierigen Umstände langfristig gesichert werden könnte. Das Wonnemar Marktheidenfeld wird erst einmal bis Februar 2021 geschlossen bleiben.

Monatliche Fixkosten von 75.000 €

Der Schritt in die Insolvenz sei vor allem den hohen Fixkosten geschuldet, begründen die Betreiber. Rund 75.000 Euro muss die Therme monatlich aufbringen, um das Bad zu heizen und das Wasser aufzubereiten – auch wenn das Bad geschlossen bleibt. Denn andernfalls entstehen Schäden an Technik und Anlage. Um die Arbeitsplätze in der Therme zu erhalten, haben die Betreiber die Stadt bereits um eine Überbrückungshilfe gebeten, bis die sogenannte Novemberhilfe der bayerischen Landesregierung ausgezahlt wird. Einige Kosten wurden von der Stadt bereits übernommen, da die finanziellen Reserven der InterSPA nach dem Frühjahrs-Lockdown und dem stark eingeschränkten Betrieb im Sommer aufgebraucht sind.

Sanierung im Herbst lief gut an

Ende September hatte die Betreibergesellschaft eine Sanierung des Bades über ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Die Besucher waren davon nicht betroffen, denn das Wonnemar blieb weiterhin geöffnet – unter den geltenden Corona-Auflagen. Zunächst entwickelte sich das Verfahren sehr positiv, dann aber kam die erneute Zwangsschließung im November. Die Lage verschärfte sich, so dass das Amtsgericht nun ein Insolvenzverfahren eröffnet und zugleich die Eigenverwaltung bestätigt hat. Die Stadt Marktheidenfeld hatte zudem vor kurzem eine städtische Bädergesellschaft gegründet, um handlungsfähig zu bleiben. Die für Dezember geplante Verabschiedung des städtischen Etats wurde auf Januar verschoben.

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