Wo stehen die Thermen nach zwei Jahren Pandemie?

Zuschüsse haben den Thermen durch die Pandemie geholfen

Zwei Jahre Pandemie haben den Thermen zugesetzt. Dank finanzieller Unterstützung von Bund und Ländern sind die Heil- und Kurbäder aber mit einem blauen Auge davongekommen. Jetzt will man den Blick nach vorne richten.

Zuschüsse von Bund und Land

Quelle: Bade- und Kurverwaltung Bad Bellingen GmbH

Die Thermen mussten in den vergangenen Jahren mehrere Lockdowns und große Einschränkungen bei den Gästezahlen verkraften. Die Besucherzahlen sanken um rund zwei Drittel ab. Doch dank der finanziellen Unterstützung von Bund und Ländern konnten die Heil- und Kurbäder die Einbußen einigermaßen auffangen.

So hätte etwa die Balinea-Therme in Bad Bellingen ohne Zuschüsse von Gemeinde, Bund und Land im Jahr 2020 ein Minus von knapp 1,5 Millionen Euro zu verzeichnen gehabt, für das Jahr 2021 eines von mehr als 1,7 Millionen Euro. Auch für das laufende Jahr rechne das Heilbad mit einem Minus in der Bilanz von anderthalb bis zwei Millionen Euro, wie Bürgermeister Carsten Vogelpohl gegenüber der Badischen Zeitung erklärte. Allein 2021 habe die Gemeinde die Balinea-Therme mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt, der Bund mit 688.000 Euro und das Land im Frühjahr mit 800.000 Euro. Im Herbst seien erneut 718.000 Euro aus den beiden Thermenstabilisierungsfonds geflossen.

Bäder für ein Viertel der Übernachtungen verantwortlich

Die Heil- und Kurbäder nehmen auch eine wichtige Rolle für den Tourismus ein. Gerade in Baden-Württemberg hätten sie eine regelrechte Magnetwirkung, betonte Patrick Holl, der erste Beigeordnete des baden-württembergischen Gemeindetags. Baden-Württemberg sei bundesweit der Bäderstandort Nummer eins, den Bädern würden rund 23 Prozent der Übernachtungen zugeschrieben. Daher sei es dem Land wichtig gewesen, die Kur- und Heilbäder in der Pandemie zu unterstützen. Nach zwei Jahren Corona-Pandemie wollen die Bäder nun neu durchstarten. Man plane unter anderem ein Datenmanagementsystem zur besseren Gästelenkung im Land: Das soll darüber informieren, welche Freizeiteinrichtungen noch freie Kapazitäten hätten und mögliche Alternativen oder ergänzende Angebote aufzeigen. Derzeit werde das neue Konzept in Stuttgart und im Europa-Park getestet.

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