Umbau der Therme Obernsees

Zweckverband will 11 Millionen Euro investieren

Die Therme Obernsees soll nicht nur renoviert, sondern auch erweitert werden, um auch künftig gegenüber der Konkurrenz zu bestehen. Vorgesehen sind ein größeres Außenbecken, mehr Ruheräume und eine zusätzliche Gastronomie-Etage.

Therme soll renoviert und erweitert werden

Quelle: Therme Obernsees

Die Therme Obernsees ist mittlerweile seit 21 Jahren in Betrieb, erste Abnutzungsspuren sind sichtbar. Gerade in den sozialen Medien häufen sich die Hinweise auf einen Renovierungsstau, was die Betreiber der Therme auch nicht abstreiten. Handlungsbedarf gibt es insbesondere bei der Technik, in der Gastronomie und im Saunabereich. Jetzt hat der Zweckverband beschlossen, eine Generalsanierung der Therme mit einer Erweiterung und Modernisierung zu verbinden.

Erste Pläne für noch mehr Badespaß

Das Münchner Architekturbüro Keune legte jetzt erste Entwürfe vor, die mit Begeisterung aufgenommen wurden. Demnach liegt der Investitionsbedarf bei rund elf Millionen Euro. Geplant sind ein neues Außenbecken, erweiterte Ruheräume sowie eine neue Gastronomie-Etage auf dem Dach mit Biergarten. Das neue Becken soll zwei bisherige Pools ersetzen und eine Größe von 250 Quadratmetern haben. Vorgesehen ist auch ein neuer Kleinkinderbereich mit drei Rutschen und Sprudel-Attraktionen, der zudem lärmtechnisch abgeschottet werden soll. Mehr Ruhezonen mit einer größeren Anzahl an Liegen sind ebenfalls geplant sowie eine Neustrukturierung des Sauna-Innenbereiches.

Verbesserungen in der Thermen-Gastronomie

Die neue Gastronomie-Etage wird im östlichen Bereich der Anlage angesiedelt sein. Wegen der zu geringen Tragfähigkeit müssen Teile des alten Dachs ersetzt und verstärkt werden, zudem sollen Küche, Lagerräume und das Restaurant räumlich zusammengefasst werden. Die Pläne des Architekturbüros Keune sehen auch eine Lounge und einen Biergarten vor. Die Erweiterung des Gastro-Angebotes in der Therme Obernsees soll zu einer längeren Verweildauer der Gäste im Bad beitragen und den Umsatz auf rund eine Million Euro jährlich verdoppeln. Die geplanten Baumaßnahmen könnten idealerweise im Spätherbst 2020 beginnen und 2024 abgeschlossen werden. Pro Bauabschnitt sind etwa anderthalb Jahre vorgesehen.

Unerwartete Probleme bei der Förderung

Völlig unerwartet traten nun Probleme bei der Förderung des Projektes auf: Ursprünglich hatte das bayerische Wirtschaftsministerium dem Zweckverband offenbar eine Förderung von 70 Prozent zugesagt. Nach Umstrukturierungen im Ministerium in München gebe es jetzt aber eine “veränderte Sichtweise”, die etwa die Notwendigkeit einer neuen Thermalquellen-Bohrung generell in Frage stelle, ebenso wie eine adäquate Förderung. So kann man mit uns nicht umgehen, wir kommen uns verarscht vor“, so Thermen-Geschäftsführer Gernot Geyer in der Zweckverbandsversammlung.

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