Thermen und Heilbäder in Niedersachsen

Staatsbäder erhalten Förderung

Bad Pyrmont und Bad Nenndorf erhalten finanzielle Unterstützung vom Land, um die Corona-Krise zu meistern. Was aber geschieht mit den 34 weiteren Heilbädern und Kurorten in Niedersachsen? Auch sie hätten Anspruch auf Unterstützung, fordert der Heilbäderverband.

Förderung für Bad Pyrmont und Bad Nenndorf

Quelle: Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe der Stadt Bad Harzburg GmbH

Die niedersächsischen Staatsbäder Pyrmont und Nenndorf erhalten Zuschüsse von insgesamt sechs Millionen Euro von der Landesregierung, um die Folgen der Corona-Zwangspause abzufedern. Davon profitieren auch die Hufeland-Therme in Bad Pyrmont und die Landgrafen-Therme in Bad Nenndorf. Letztere öffnet ihre Badelandschaft zum 24. Juli, allerdings vorerst nur an den Wochenenden. Die Hufeland-Therme ist bereits seit Anfang Juli wieder geöffnet.

Warum keine Unterstützung für die übrigen 34 Kurorte?

Weniger Glück hatten die 34 weiteren Heilbäder und Kurorte des Landes Niedersachsen: sie wurden im Nachtragshaushalt für 2020 nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende des Heilbäderverbands Dr. Norbert Hemken kann das Vorgehen der Landesregierung nicht nachvollziehen: Der Gesundheitstourismus in den Kurorten sei komplett zusammengebrochen, Kurmittelhäuser und Thermen mussten schließen, gibt Hemken zu Bedenken. Als Konsequenz daraus fehlten den Kommunen insgesamt mehrere Millionen Euro. „Allein im Bereich der Thermen und Bäder lag der Umsatzverlust in den niedersächsischen Heilbädern bis Ende Mai bei über 5 Millionen Euro. Diese Einnahmeverluste können nicht nachgeholt werden und sind damit unwiederbringlich verloren,“ betont der Verbandschef.

Um das Prädikat des Kurortes weiter zu tragen, müssten alle Bäder die gleichen hohen Auflagen erfüllen, erklärt Hemken. Eine Ungleichbehandlung der Orte sei also unverständlich, so seine Kritik. Der Heilbäderverband fordert nun finanzielle Hilfen in Höhe von 102 Millionen Euro für die 34 übrigen Kurorte und Heilbäder in Niedersachsen. Als positives Beispiel führt Hemken Thüringen an: dort wurde ein Corona-Mantelgesetz beschlossen, das Hilfen in Höhe von zehn Millionen Euro für Kurorte und Heilbäder sowie fünf Millionen Euro für Erholungsorte beinhaltet.

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