Thermen in Ostbayern: Heilbäder leiden unter strengen Auflagen

Thermalbäder trotz Wiedereröffnung im Corona-Strudel

Die Limitierung der Gästezahlen und die strengen Hygiene-Auflagen machen den Thermen zu schaffen. Der Bäderverband fordert daher ein Bäder-Rettungspaket von der Politik.

Branchenverband fordert Bäder-Rettungspaket

Quelle: Chiemgau Thermen

Auch zum Start in die Herbst- und Wintersaison, eigentlich die beste Zeit für das Thermengeschäft, bleibt die wirtschaftliche Lage der Thermen angespannt. So konnten im zweiten Quartal 2020 laut Branchenverband European Waterpark Association (EWA) im Vergleich mit dem Vorjahr nur sechs Prozent der Besucherzahlen verzeichnet werden. Das sind 94 Prozent weniger Badegäste als im zweiten Quartal 2019. Aufgrund der Corona-Auflagen können die Thermen nur einen Bruchteil der normalen Einnahmen erwirtschaften, was zu einem wachsenden Defizit führt. Der Branchenverband EWA fordert daher direkte Zuschüsse der Regierung, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Ostbayerische Thermen kämpfen mit Corona-Auflagen

Erst der Corona-Lockdown, dann die Beschränkungen bei den Gästezahlen – die Covid-19-Pandemie stellt auch die Thermen in Ostbayern vor große finanzielle Herausforderungen. Spitzentage mit über 10.000 Gästen lägen in weiter Ferne, bedauert Marcus Maier, Prokurist der Therme Erding: „Wir sprechen von einem Minus im zweistelligen Millionenbereich an fehlenden Einnahmen“. Man hoffe, dass es die Therme Erding in den kommenden Monaten schafft, eine schwarze Null zu schreiben. Denn die hohen Fixkosten an Personal und Energie würden auf dem gleichen Niveau wie vor der Schließung laufen. Der Check In und auch einige Bereiche im Bad seien durch den Hygieneplan personalintensiver geworden, moniert Maier.

Auch Franz Altmannsperger, Werkleiter der Wohlfühltherme in Bad Griesbach bestätigt die negative Bilanz des Bäderverbandes EWA: „Aufgrund von Kurzarbeit und dem Abschalten von Systemen konnten die laufenden Kosten in dieser Zeit aber etwas reduziert werden.“ Die Hygiene-Auflagen hätten aber große Auswirkungen auf das Angebot in der Therme, so Altmannsperger: keine Dampfbäder, keine Banja, kein Hamam, keine Wedel-Aufgüsse, kein Bierbad, keine Massagen und damit keine Wellness-Arrangements. Dabei leisten gerade Heilbäder wie die Therme Bad Griesbach, deren Schwerpunkt auf der Gesundheitsförderung liegt, einen wertvollen Beitrag für die Bevölkerung.

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