Therme Erding: Corona-Hilfen nicht in Sicht

Wo sind die angekündigten Finanzhilfen der Politik?

Der Chef der Therme Erding, Jörg Wund äußert deutliche Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung: Die angekündigte Umsatzerstattung von 75 Prozent ist bislang nicht angekommen – und soll jetzt womöglich auch noch gestrichen werden.

Thermenchef kritisiert ausbleibende November-Hilfe

Eigentlich hatte die Politik versprochen, dass 75 Prozent des Lockdown-bedingten Umsatzausfalls erstattet werden. Bislang ist das Geld nicht bei den Thermen angekommen. Die Therme Erding klagt über die Versäumnisse und erhebt Kritik. - Quelle: Therme Erding

Jörg Wund, Chef der Therme Erding äußert offene Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung:  Bis heute wartet der Thermenbetreiber auf die Auszahlung der November-Hilfe. 75 Prozent der Ausfälle, die durch den Lockdown entstehen, werde der Bund den betroffenen Unternehmen erstatten, hatte die Politik vollmundig im November 2020 verkündet. Dann kam der zweite Lockdown binnen eines Jahres und die deutschen Thermen mussten erneut schließen. Die Kosten hingegen laufen weiter, jeder Tag ohne Betrieb kostet die Therme einen unteren sechsstelligen Betrag. Aufgrund der komplexen Technik muss eine Therme einen Minimalbetrieb aufrechterhalten, um keine Schäden an der Anlage zu riskieren. Im Rahmen der November-Hilfe würde der Therme Erding ein zweistelliger Millionenbetrag zustehen.

1,6 Prozent statt 75 Prozent

Bislang hat Wund lediglich eine Abschlagszahlung von 50.000 Euro für das Thermenhotel erhalten, wie er gegenüber dem Münchner Merkur erklärte. „Das entspricht nicht 75 Prozent des Umsatzes, sondern gerade einmal 0,6 Prozent“, kommentiert Wund verärgert. Für seine drei Betriebsgesellschaften habe er ebenfalls je 50.000 Euro bekommen, insgesamt also 1,6 Prozent statt 75 Prozent.

Demgegenüber stehen Millionenverluste im Corona-Jahr 2020 durch die Schließungen von März bis Juni und seit November. „Bis jetzt beträgt der Umsatzverlust etwa 40 Millionen Euro, weil wir aber nach wie vor nicht öffnen dürfen, rechne ich bald mit 60 Millionen Euro“, erklärt Prokurist Marcus Maier.

Neue Regelung der für Unternehmen mit mehreren Firmen

Nun droht weiterer Ärger um die Corona-Hilfen: mittlerweile ist von einer “Novemberhilfe Plus” die Rede, die auf alle Unternehmen angewendet werden soll, die mehrere Firmen unter einem Dach betreiben. Dabei werden Wunds beide Thermen in Erding und Bad Wörishofen sowie das Hotel Victory Erding als ein Unternehmen gewertet. Nach dieser neuen Rechnung stehen Wund angeblich nur noch maximal vier Millionen Euro zu – das ist weit entfernt von der 75-prozentigen Umsatzerstattung. Verantwortlich sei das Beihilferecht der EU, heißt es bei der Bundesregierung.

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