Therme Bad Wörishofen: Millionenverlust durch Zwangspause 2.0

Der umsatzstarke Monat November fällt aufgrund der Lockdown-Beschränkungen komplett aus

Die deutschen Thermen müssen die zweite Schließung innerhalb eines Jahres verkraften. In Bad Wörishofen befürchtet man ein Millionendefizit durch die erneute Zwangspause. Zumal der November regulär einer der umsatzstärksten Monate für die Therme wäre.

Zweiter Lockdown verursacht erneutes Defizit

Thermen-Unternehmer Wund muss seine Mitarbeiter ein zweites Mal in Kurzarbeit schicken. - Quelle: Therme Bad Wörishofen

Aufgrund des zweiten Corona-Lockdowns muss die Therme Bad Wörishofen erneut für vier Wochen schließen. Die Entscheidung der Bundesregierung zum Lockdown in etwas schwächerer Form als im Frühjahr sei vorhersehbar gewesen, sagt Inhaber Jörg Wund. Dennoch sei das ein harter Schlag, auch für die Mitarbeiter, so der Chef der Thermengruppe Wund, zu der auch die Therme Erding und das Badeparadies Schwarzwald gehören. Die Therme Bad Wörishofen habe gerade angefangen sich zu erholen, und jetzt breche das Geschäft ein zweites Mal auf Null runter – Wund rechnet mit einem Millionendefizit.

Keine einzige Infektion dank Hygienekonzept

Besonders enttäuschend sei auch, dass man in den vergangenen Monaten das Sicherheitskonzept in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt stetig weiterentwickelt habe. Bisher habe es keine Infektionen durch einen Besuch in der Therme Bad Wörishofen gegeben, was die Wirksamkeit des Hygieneplans beweise, betont der Thermenchef.

Nun Muss Wund seine Mitarbeiter ein zweites Mal in Kurzarbeit schicken. Der erste Lockdown im März hatte knapp drei Monate gedauert. Seit der Wiedereröffnung im Juni besuchten etwa 150.000 Badegäste die große Therme im Allgäu, das entspricht einem Rückgang der Besucherzahl um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eine Schließung im Herbst ist besonders bitter für die Thermen, da der November normalerweise einer der umsatzstärksten Monate ist. „Durch die erneute Schließung erhöht sich das Defizit aus dem Frühjahr von über vier Millionen Euro voraussichtlich um fast zwei weitere Millionen“, so Wunds Prognose.

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