Wissenschaftliche Studie zum Meraner Thermalwasser

Thermalwasser bekämpft Bakterien

Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt untersucht die Wirkung des Meraner Thermalwassers. Erste Ergebnisse zeigen positive Auswirkungen bei der Bekämpfung von Bakterien in den Atemwegen.

Forschungsprojekt in der Therme Meran

Der Kontakt mit Thermalwasser reduziert die Menge an Bakterien in den Atemwegen von Patienten.

Das Institut für Mikrobiologie und Virologie der Universität Mailand untersucht die Wirkung des Meraner Thermalwassers bei der Reduzierung des bakteriellen Biofilms. Die Studie läuft seit September 2019 in der Therme Meran, die ersten Ergebnisse sind positiv: wie die Wissenschaftler nachweisen konnten, reduziert der Kontakt mit Thermalwasser die Menge an Bakterien in den Atemwegen der Patienten. Das könnte zu einer besseren Aufnahme von Antibiotika durch den Körper führen.

Biofilm bedroht Patienten mit chronischen Erkrankungen

Bei dem sogenannten Biofilm handelt es sich um Bakterien, die die Schleimhäute der Atemwege angreifen. Diese bilden einen Schutzfilm, den Biofilm, der die Wirkung von Antibiotika schwächt. Von dem Phänomen sind insbesondere Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen betroffen. Sie müssen häufig auf Antibiotika zurückgreifen und entwickeln Resistenzen. Der bakterielle Biofilm stellt bei 60 bis 85 Prozent dieser Patienten ein Problem für die Behandlung dar. Die Studie in der Therme Meran soll nun feststellen, ob und in welchem Maße das Meraner Thermalwasser diesen bakteriellen Schutzfilm auflösen kann, so dass die Behandlung mit Antibiotika wirksamer wird.

Erste positive Ergebnisse

Mit der aktuellen Forschungsarbeit will die Therme Meran ihre Position als Kompetenzzentrum für Gesundheit und Wohlbefinden weiter festigen. Leiter der medizinisch-wissenschaftliche Koordinierungsgruppe der Therme Meran ist Prof. Desiderio Passali von der Universität Siena, der bei dem Projekt eng mit Sanitätsdirektor Dr. Salvatore Lo Cunsolo zusammenarbeitet. „Vor allem bei Bakterien, dessen Biofilm Hauptauslöser von chronischen Atemwegserkrankungen ist, bringt ein Kontakt mit dem Thermalwasser eine wesentliche Reduzierung“, erklärt Dr. Cunsolo mit Blick auf die ersten Forschungsergebnisse. Nach Abschluss der Untersuchung sollen die Ergebnisse bei einer Fachtagung in der Therme Meran vorgestellt werden. Verschiedene Studien aus den vergangenen Jahren haben die positive Wirkung des radonhaltigen Meraner Thermalwassers bei Inhalationstherapien und der Behandlung von Allergien bereits wissenschaftlich bestätigt.

Zurück

Über uns

Bei uns finden Sie Tipps für Ihren nächsten Thermen-Besuch, Informationen über neue Wellness-, Spa- und Thermen-Trends. Unser Redaktionsteam spürt für Sie die günstigsten Thermen-Angebote und Thermen-Gutscheine auf und macht auf besondere Thermen-Deals mit Hotel-Übernachtung aufmerksam.

Informa­tionen

Impressum

Datenschutz