Österreich: Thermalbäder und Hotels drängen auf Wiedereröffnung

Auch in Österreich setzen die vielen Schließtage aufgrund der Coronapandemie den Thermen gehörig zu

Österreichische Thermenbetreiber kritisieren das Desinteresse der Politik an der desaströsen Situation der Thermalbäder und Thermenhotels. Man konzentriere sich nur auf die Rettung der Skisaison und vergesse eine Branche, die immerhin 10 Millionen Gäste im Jahr habe. Eine baldige Wiedereröffnung sei unbedingt nötig.

Zweiter Lockdown belastet österreichische Thermen schwer

Wenn es draußen ungemütlich wird, sehnt sich der Mensch nach Wärme. Ein Besuch in einer der 40 Thermen in Österreich wäre eine gute Gelegenheit, Körper und Seele etwas Gutes zu tun. Doch auch in Österreich haben die Thermen coronabedingt seit 2. November geschlossen. Auf die Wiedereröffnung der Thermen wird man wohl noch eine Weile warten müssen.

Den Thermalbädern und Thermenhotels im Nachbarland Österreich ergeht es ähnlich wie den deutschen Thermen: sie müssen eine erneute Schließung mit noch unbekanntem Ende verkraften. Die vielen Schließtage und harten Auflagen in der Corona-Krise belasten die Unternehmen stark. Rund 40 Thermen gibt es in Österreich, alle sind seit dem 2. November corona-bedingt wieder geschlossen. Die österreichische Regierung hat Lockerungen ab dem 7. Dezember in Aussicht gestellt, konkrete Aussagen zu einer Wiedereröffnung gibt es aber noch nicht.

Kritik am Desinteresse der Politik

Die Kritik des österreichischen Thermenverbands gleicht der in Deutschland: „Für die Thermen interessiert sich niemand“, sagt Philip Borckenstein-Quirini, Geschäftsführer des großen Thermenresorts Loipersdorf. Schon im Frühjahr waren die Thermen und Thermenhotels die letzten, die nach dem landesweiten Lockdown wieder aufsperren durften. Jetzt müssen sie während der Hauptsaison erneut schließen – und erhalten keinerlei Zugeständnisse von der Politik. Während die Steuersätze für Beherbergung sowie Speisen und Getränke in Österreich befristet auf fünf Prozent gesenkt wurden, um die Gastronomie und Hotellerie zu stützen, gilt für die Thermen weiterhin ein Steuersatz von 13 Prozent.

Befremdlich findet Borckenstein-Quirini auch die übermäßigen Anstrengungen der Politik, um die Skisaison in den Wintersportregionen zu retten: Die Thermenbranche sei mit zehn Millionen Gästen jährlich ebenso ein wichtiger Wirtschaftszweig, der Arbeitsplätze sichere und eine Wertschöpfung in der jeweiligen Region schaffe, so der Chef der Therme Loipersdorf. Allein sein Unternehmen mit Therme, Hotel und Kongresszentrum müsse in diesem Jahr ein Minus zwischen zehn und zwölf Millionen Euro bewältigen. Im Vorjahr hatte das Thermenresort Loipersdorf einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet.

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