Erste Lockerungsmaßnahmen: Mit Mundschutz in die Therme?

Experten diskutieren über Lockerungsmaßnahmen für Thermen in Österreich

Nach dem strengen Corona-Shutdown macht Österreich erste Schritte zurück in die Normalität. Tourismusexperten und Thermenvertreter diskutieren über mögliche Szenarien für die nächsten Monate.

Vorsichtige Lockerung

Ein Mund-Nasen-Schutz könnte schon bald zum künftigen Thermenalltag gehören.

Nach einem rigorosen Shut-down beginnt Österreich ab dieser Woche mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen. So dürfen kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen, am 2. Mai werden alle Läden und Friseursalons im Land wieder eröffnet. Restaurants könnten von Mitte Mai an folgen. Das macht Hoffnung auch in der Tourismusbranche, die von der Corona-Pandemie stark betroffen ist.

Thermen hoffen auf Wiedereröffnung

Seit vier Wochen steht auch der Betrieb in den österreichischen Thermen still. Das Ostergeschäft, was üblicherweise bis zu zehn Prozent der Jahreseinnahmen ausmacht, ist in diesem Jahr komplett weggebrochen. 90 Prozent der Beschäftigten befinden sich in Kurzarbeit. Dementsprechend groß ist die Hoffnung auf eine Lockerung der Auflagen auch in Bezug auf die Thermen und Tourismusbetriebe. Allerdings sei zu erwarten, dass die Wiedereröffnung mit strengen Auflagen verbunden sein werde, meint der Geschäftsführer der Therme Bad Waltersdorf und Vertreter des steirischen Thermenland-Verbands, Gernot Deutsch: „Da gibt es einfach entsprechende Regeln, es gibt diese Einhaltung der Abstände und wir gehen auch davon aus, dass es eine Begrenzung geben wird, wie viele Gäste gleichzeitig beispielsweise in die Sauna dürfen, in das Dampfbad dürfen, vielleicht auch in das Thermalbecken dürfen.“ In bestimmten Bereichen werden wohl auch Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe zum künftigen Thermenalltag gehören, vermutet Deutsch.

Anreize für einheimische Gäste

Um den heimischen Betrieben zu helfen, hat die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ihren Landsleuten ans Herz gelegt, in diesem Jahr Urlaub im eigenen Land zu machen. Aufgrund von Reisebeschränkungen wird die Zahl der ausländischen Touristen in Österreich in den nächsten Monaten wohl sehr gering bleiben. Einheimische Urlauber könnten diese Lücke zwar nicht ganz, aber doch zum Teil füllen. Die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer könnte sich auch vorstellen, dass der Staat hier Anreize schafft: „Vielleicht könnten wir auch Anreizsysteme haben, dass Österreicherinnen und Österreicher hier in diesem Land Urlaub machen. Alle sind in Kurzarbeit oder arbeitslos, das wird auch nicht so einfach sein, dass sich jeder einen Urlaub leisten kann“, so Reitterer.

Auch in der St. Martins Therme & Lodge am Neusiedler See, die traditionell gerne von Österreichern besucht wird, hofft man auf viele einheimische Gäste nach der Wiedereröffnung: „Ich hoffe, dass viele Mitbürger jetzt auch erkennen, dass es gar nicht notwendig ist, weit zu reisen, dass hier eine gute Qualität, Kulinarik, Dienstleistungsqualität und Herzlichkeit der Mitarbeiter vorhanden ist“, sagt Thermen-Geschäftsführer Klaus Hofmann. Urlaub im eigenen Land, mit Zuschuss vom Staat – wäre das nicht auch ein gutes Konzept für Deutschland?

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