Trend Winterschwimmen

Nichts für Frostbeulen

Baden in eiskaltem Wasser findet immer mehr Anhänger. Verfechter des Winterschwimmers schwören auf  die positive Wirkung für das Immunsystem, die Potenz und die gute Laune. Wie bewältigen die Schwimmer den Kälteschock und was sagen Mediziner zum Eisbaden?

Weltweiter Trend zum Kaltwasserschwimmen

Eisbaden oder Winterbaden ist das Baden in freien Gewässern bei Wassertemperaturen von bis nahe 0 °C.

Winterschwimmen hat in nördlichen Ländern eine lange Tradition, Finnen und Russen schwören seit Generationen auf die Vorzüge eines Bades im Eisloch. Aber auch in gemäßigteren Breiten wird das Eisbaden immer beliebter. Mittlerweile gibt es weltweit Vereine, die Veranstaltungen und Wettbewerbe im Kaltwasserschwimmen organisieren. Mit regelmäßiger Übung und einem starken Willen kann fast jeder zum Winterschwimmer werden. Für Menschen mit Herzproblemen oder einem schwachen Kreislauf ist das Baden bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt allerdings nicht zu empfehlen, denn der Kälteschock kann im schlimmsten Fall einen Herzstillstand auslösen.

Mit den Jahreszeiten gehen

Wer das ganze Jahr über draußen schwimmen möchte, kann seinen Körper an das Winterbaden gewöhnen. Wichtig ist, regelmäßig – etwa einmal pro Woche - in einem See, Fluss oder dem Meer zu schwimmen. So gewöhnt sich der Körper langsam an das kälter werdende Wasser. Je kälter, desto kürzer sollte der Aufenthalt im Wasser sein, bei Temperaturen um 0 Grad reichen einge Sekunden. Jetzt im Winter mit Eisbaden zu beginnen, ist laut Gesundheitsexperten nicht ratsam. Durch den Kälteschock ziehen sich beim Eintauchen in das Wasser die Blutgefäße im Körper zusammen, vielen verschlägt es zunächst den Atem. Gut akklimatisierte Winterschwimmer atmen trotzdem ruhig weiter, so dass sich die Atmung wieder normalisiert. Bei weniger trainierten Schwimmern kann es zu Schnappatmung oder Hyperventilation kommen.

Speck schützt

Winterschwimmen ist eine der wenigen Sportarten, in der Fettpölsterchen von Vorteil sind: bereits eine kleine Fettschicht im Subkutangewebe schützt den Körper vor einer sofortigen Unterkühlung. Sehr dünne Menschen sollten vom Eisbaden lieber Abstand nehmen. Zu groß ist die Gefahr einer Hypothermie, die sich in der Regel erst nach dem Verlassen des Wassers bemerkbar macht.

Adrenalinkick und Naturerlebnis

Der Schock, den das eiskalte Wasser im Körper auslöst, führt zu einer Ausschüttung von Adrenalin und weiteren Stresshormonen. Viele Winterschwimmer lieben diesen „Kick“, den sie nach dem kurzen Eisbad empfinden. Die verbesserte Durchblutung löst außerdem ein angenehmes Wärmegefühl im Körper aus. Wer regelmäßig im kalten Wasser badet, kann sein Immunsystem stärken und sich so vor Infekten schützen. Einige Winterschwimmer schwärmen auch von dem befreienden Effekt auf die Psyche: beim Bad im eiskalten See konzentrieren sich Körper und Geist völlig auf das Überleben im Wasser, der Kopf wird frei und der Schwimmer kann das Naturerlebnis vollkommen genießen.  

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