Vorsicht beim Sprung ins kalte Wasser

Riskanter Kälteschock

Ein Sprung ins kalte Wasser verspricht Abkühlung, kann aber auch für gesunde Menschen gefährlich werden. Wenn der Körper den starken Kältereiz nicht verkraftet, droht ein lebensgefährlicher Herzstillstand.

Nichts für Herzkranke

Menschen, die ein vorgeschädigtes Herz haben, sollten bei Hitze nicht plötzlich ins kalte Wasser springen.

Sommer, Hitze, Ferien – da gehört ein Bad im See oder im Meer unbedingt ins Programm. Insbesondere bei Temperaturen um die 30 Grad wünschen wir uns einen erfrischenden Sprung ins kalte Wasser. Allerdings kann das gefährlich werden: gerade Menschen, die ein vorgeschädigtes Herz haben, sollten bei heißen Temperaturen nicht plötzlich in das kalte Wasser springen. Denn je heißer es ist und je stärker der Körper aufgeheizt ist, desto kälter empfindet unsere Haut das Wasser.

Körper in Alarmbereitschaft

Beim plötzlichen Eintauchen ins kalte Wasser werden die Kälterezeptoren auf der Haut in Alarmbereitschaft versetzt und geben dem Gehirn ein Warnsignal. Daraufhin schüttet der Körper die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus, die Herzfrequenz erhöht sich. Gleichzeitig verengen sich die Blutgefäße, um den Körperkern warm zu halten. Diese Reaktion des Körpers führt zu einem erhöhten Blutdruck, das Herz muss also schneller Blut durch die verengten Gefäße pumpen. Diese sprunghafte Veränderung des Blutdrucks kann zu Herzrhythmusstörungen führen, im schlimmsten Fall droht ein Herzstillstand.

Langsames Abkühlen ist ratsam

Ein Kälteschock ist besonders riskant für Menschen mit einer Herzschwäche. Doch auch für gesunde Menschen kann der Sprung ins kalte Wasser gefährlich werden, wenn die plötzliche Kälte einen Nervenreflex auslöst: wird der sogenannte Vagus-Nerv reflexartig aktiviert, reduziert sich die Herzfrequenz stark – die Folge kann ein plötzlicher Herzstillstand sein. Daher ist es unbedingt empfehlenswert, sich vor dem Baden abzukühlen. Das langsame Absenken der Körpertemperatur verhindert, dass der Nervenreflex ausgelöst wird. Die Gefäße ziehen sich nicht unvermittelt zusammen, ein Kälteschock wird so vermieden.

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