Kinder in die Sauna mitnehmen - das müssen Sie beachten!

Kindersauna: Gemeinsam schwitzen mit Kind und Kegel

Saunieren ist nicht nur ein Wellness-Angebot für Erwachsene, sondern auch ein Ritual für die ganze Familie. Ab wann Sie mit Kindern in die Sauna dürfen und worauf Sie achten müssen, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengetragen.

Kindersauna – eine Frage des Alters

Der Deutsche Sauna-Bund e.V. empfiehlt für Kinder in der Sauna ein Mindestalter von vier Monaten.

Ein Saunabesuch für die ganze Familie ist vor allem in der kalten Jahreszeit ein schöner und gesunder Zeitvertreib. Führen Sie Ihren Nachwuchs aber nicht zu früh an das Saunieren heran – selbst dann nicht, wenn Sie selbst ein begnadeter Saunagänger sind.

Der Deutsche Sauna-Bund e. V. empfiehlt für den Besuch einer öffentlichen Sauna ein Mindestalter von drei Jahren. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät, bis zum vollendeten vierten Lebensjahr zu warten. Etwas lockerer sieht es der Deutsche Hebammenverband, der kein Problem darin sieht, Kinder ab einem Jahr mit in die Sauna zu nehmen. Generell gilt: Kinder ab drei können Ihre Körpertemperatur bereits deutlich besser kontrollieren als Kleinkinder.

Vorteile für Kinder

  • Kinder, die regelmäßig in die Sauna gehen, profitieren davon gesundheitlich.
  • Kinder werden weniger anfällig für Infekte.
  • Der Organismus des Kindes kommt mit Temperaturwechsel besser zurecht.
  • Muskelverspannungen werden durch die Wärme gelöst.

Darauf sollten Sie beim Saunieren mit Kindern achten

Führen Sie Ihr Kind erst einmal an das Thema Sauna heran. Erklären Sie ihm, was in einer Sauna passiert, wofür das gut ist und wie man sich verhalten sollte (ruhig sitzen, nicht klettern etc.). Somit weiß das Kind, was auf es zukommt.

Da stundenlanges Herumsitzen nicht dem kindlichen Temperament entspricht, ist es ratsam, vor dem Saunieren für genug Bewegung zu sorgen. Am besten sind Bäder, die Wellness und Freizeit kombinieren. Toben und rutschen Sie mit Ihrem Nachwuchs zuvor im Freizeitbereich. Danach können Sie im Saunabereich zusammen „runterkommen“.

Vermeiden Sie Saunen mit Aufgüssen. Die ätherischen Öle, insbesondere Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Kampferöl, Teebaumöl, können die Schleimhäute der Kinder reizen.

Sorgen Sie bei einem Saunagang für eine 1:1 Betreuung für Ihr Kind. Somit erkennen Sie früh, wenn es sich plötzlich nicht mehr wohlfühlen sollte. Lassen Sie auch ältere Kinder nie alleine in eine Saunakabine gehen. Tipp: Da Kinder hitzeempfindlicher sind als Erwachsene, sollten Sie vor dem Saunagang das Gesicht des Kindes mit kaltem Wasser benetzen. Zudem ist es ratsam, Eiswürfel mit in die Sauna zu nehmen, um  diese immer wieder über Stirn, Hals und Handgelenke des Kindes zu streichen. In vielen Bädern und Thermen gibt es einen Eiswürfelspender. Fragen Sie bei Bedarf einfach beim Personal vor Ort nach.

Vor allem Babys und Kleinkinder überhitzen schneller als Erwachsene. Daher sollten Sie die Saunagänge möglichst kurz halten – optimal sind ein bis zwei Saunagänge je zwischen drei und sechs Minuten. Auch die Temperatur sollte nicht zu hoch gewählt werden. 60 Grad sind für den Kinderkörper gut verträglich.

Achten Sie darauf, dass Ihr Nachwuchs während des Saunabesuches viel trinkt – am besten Wasser oder stark verdünnte Saftschorlen.

Gehen Sie nicht mit Ihrem Kind in die Sauna, wenn es einen Infekt, Fieber oder offene Wunden hat. Bei Hautausschlägen, einem Herzfehler oder chronischen Erkrankungen sollten Sie zuvor mit dem Kinderarzt über den geplanten Saunabesuch reden.

Ablauf für einen entspannten Saunagang mit Kind

Wenn Sie mit Ihrem Kind zum ersten Mal in der Sauna sind, sollte Ihr Nachwuchs nicht länger als drei Minuten in der Sauna bleiben. Tipp: Am besten Ihr Kind setzt sich auf die unterste Bank. Dort ist die Hitze nicht so intensiv.

Hat Ihr Kind bereits Saunaerfahrung oder ist es zehn oder älter, kann es bis zu zehn Minuten in der Saunakabine bleiben – aber nie alleine und unbeaufsichtigt. Auch hier gilt: Das Kind sollte auf der untersten Bank sitzen.

Nach dem Saunagang sollten Sie Ihr Kind möglichst schonend abkühlen. Das heißt: Anstatt einer Eisdusche sind ein paar Minuten an der frischen Luft ratsamer. Anschließend können Sie den Körper Ihres Kindes mit lauwarmem Wasser (24 bis 26 Grad) abspülen. Kinder ab fünf Jahren können auch mit kühlerem Wasser sanft abgewaschen werden.

Nach einer kurzen Ruhepause, die Sie sich mit kleinen Spielen wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder einem Kartenspiel vertreiben können, startet der zweite Saunagang. Insgesamt sollten Sie mit kleineren Kindern maximal zwei Saunagänge machen. Größere Kinder ab zehn vertragen auch schon drei Zyklen.

Nach dem letzten Saunagang können Sie mit Ihrem Kind ins Warmwasserbecken (rund 33 Grad) gehen. Durch die Wärme wird Ihr Kind müder. Eine gute Vorbereitung für die letzte Ruhepause.

Kindersauna – hier können Sie mit Ihrem Nachwuchs zusammen schwitzen

Viele Thermen und Freizeitbäder bieten bereits sogenannte Familien- oder Kindersaunen an – einige von ihnen durchgehend, andere an bestimmten Tagen und/oder zu bestimmten Uhrzeiten. Hier eine Auswahl an Thermen und Bädern, wo Sie zusammen mit der ganzen Familie in die Saune gehen können.

  • Aqua Dome Tirol (Österreich)
  • Familienbad Niederheid
  • Phönix-Bad Ottobrunn
  • Sole Felsen Bad Gmünd (Österreich)
  • Sonnentherme Lutzmannsburg (Österreich)
  • Thermalbad Wiesbaden
  • Therme Bad Wörishofen
  • Therme Laa (Österreich)
  • Therme Obernsees
  • Watzmann Therme
  • Westfalen Therme

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