Gesundheitliche Aspekte eines Thermenbesuches

Positive und negative Auswirkungen auf den Körper

Das Baden in Thermalwasser entspannt und lindert Beschwerden, für manche Menschen ist es aber auch mit Risiken verbunden. Was sind die gesundheitlichen Aspekte eines Thermenbesuchs?

Thermalwasser hat heilende Kräfte

28 Millionen Menschen gehen in Deutschland hin und wieder in eine Therme. Gerade in der kalten Jahreszeit tut das warme Wasser unserem Körper und unserer Seele gut. Thermalwasser ist aber mehr als nur „warmes Wasser“, seine besondere Zusammensetzung kann Beschwerden lindern und Krankheiten heilen. Bei bestimmten Dispositionen wie einer Herz- oder Nierenschwäche kann das Baden in Thermalwasser allerdings negative Auswirkungen haben. Daher gibt es bei einem Thermenbesuch immer auch gesundheitliche Aspekte zu beachten.

Die Zusammensetzung des Thermalwassers

Im Gegensatz zu einem Hallen- oder Erlebnisbad, das mit Leitungswasser gefüllt ist, badet der Thermenbesucher in Heilwasser. Jede Quelle hat eine eigene Zusammensetzung, häufige Bestandteile sind Natursole, Kohlensäure, Schwefel, Calcium, Eisen, Natrium und Jod. Die Wassertemperatur in einer Therme beträgt in der Regel zwischen 34 und 36 Grad Celsius.

Thermalwasser ist nicht für Jeden geeignet

Die hohe Wassertemperatur erweitert die Gefäße und lässt den Blutdruck sinken. Die Kohlensäure im Wasser kann die Haut leicht durchdringen und sorgt für eine stärkere Durchblutung. Hinzu kommen die spezifischen Wirkungen der Salze und Mineralien, die im Heilwasser gelöst sind. Ein Bad in Thermalwasser hat also einen relativ starken Einfluss auf den Organismus.

  • Für Menschen mit einer Herzschwäche kann das gefährlich werden, sie sollten vor dem Thermenbesuch ihren Arzt konsultieren.
  • Da das warme Wasser die Gefäße erweitert, müssen Besucher mit Krampfadern vorsichtig sein. Nach dem Baden sollten Arme und Beine kalt abgespült werden.
  • Auch Babys und Kleinkinder können das warme Wasser nur in Maßen verkraften, die Badeeinheiten sollten nicht länger als 15 Minuten sein. Bei einer anschließenden Ruhepause können sich Herz und Kreislauf wieder erholen.
  • Vorsicht ist außerdem geboten bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem: Auch wenn die Hygiene in modernen Thermen oberste Priorität hat, ist der Besuch eines Mehrpersonenbades für Immunschwache nicht empfehlenswert.
  • Thermen mit einem hohen Salzgehalt, insbesondere Solebäder, können bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion ungünstige Auswirkungen haben. Vor dem Thermenbesuch ist ein Gespräch mit dem Arzt ratsam.
  • Auch Menschen, die überempfindlich reagieren, wenn sie mit Jod in Kontakt kommen, sollten das Baden in jodhaltigem Thermalwasser vermeiden.

Positive Wirkungen von Thermalwasser

Thermalwasser enthält viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Je nach Quelle variiert die Zusammensetzung des Heilwassers. Die positiven Auswirkungen auf den Organismus sind vielfältig und hängen von den jeweiligen Bestandteilen des Heilwassers ab.

  • Die Wärme des Thermalwassers sorgt dafür, dass sich die Muskulatur entspannt, Verspannungen gelöst werden und das Stresshormon Cortisol abgebaut wird. Zudem stabilisiert der Wechsel zwischen heißen und kalten Temperaturen den Kreislauf und stärkt das Immunsystem.
  • Natursole: Unterirdische Salzkristalle lösen sich im Quellwasser und werden zu Sole. Natursole ist angereichert mit wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen, der Körper fühlt sich in einem Solebad fast schwerelos. Solebäder helfen insbesondere Menschen mit Erschöpfungssymptomen und Problemen des Bewegungsapparates. Sole wirkt zudem entzündungshemmend und hilft bei Hautproblemen. Der hohe Salzgehalt unterstützt auch die Heilung der Atemwege.  
  • Heilwasser: Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Sulfate, Selen und Jod haben eine heilende Wirkung, ebenso wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff. So helfen Schwefelbäder bei Hautproblemen und Rheuma, Kohlensäure regt die Durchblutung an und wirkt Kreislaufbeschwerden Sulfat hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann beispielsweise Harninfekte lindern. Calcium hilft bei der Vorbeugung von Osteoporose.

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