Thermen & Coronavirus: Viele Thermen öffnen - einige bleiben geschlossen

Alle aktuellen Infos zu den Themen "Thermen-Öffnungen nach Schließung" & "Thermenbesuch & Coronavirus"

Wie gehen die Thermen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit der Corona-Krise um? Welche Maßnahmen treffen die Anlagen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren? Welche Thermen sind geschlossen? Und welche Thermen dürfen wieder öffnen?

Erste Thermen-Öffnungen nach der Corona-Pandemie

Das Coronavirus stellt Thermenbetreiber in ganz Europa vor große Herausforderungen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz haben weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erlassen. Dazu gehört auch die Schließung aller Bäder und Thermen seit Mitte März 2020.

Dieser Artikel nimmt chronologisch Bezug zu allen relevanten Maßnahmen im Zuge der Thermen-Schließungen und Thermen-Wiedereröffnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zusätzlich haben wir eine tagesaktuelle Übersicht erstellt mit allen

Stand 14.09.2020:

Nach gut sechs Monaten Coronapause öffnet die Toskana Therme im sächsischen Bad Schandau ab dem 15. September wieder. Bis auf das Außenbecken sind dann alle Bereiche der Therme inklusive des Liquid-Sound-Beckens wieder zugänglich. Die Besucherzahl ist zunächst auf 270 Personen begrenzt.

Stand 09.09.2020:

Als eine der wenigen deutschen Thermen ist die Bali-Therme in Bad Oeynhausen seit der Corona-Pause immer noch geschlossen. Mittlerweile fordern Politiker und Verbände in der Stadt vehement die Wiedereröffnung: Über 1.000 Stammgäste des Health-Clubs und des Rehasports benötigten umgehend wieder Zugang zu den Trainingsmöglichkeiten in der Bali-Therme. In den nächsten Tagen wird eine Reaktion der Thermengeschäftsleitung erwartet.

Stand 31.08.2020:

-Die Toskana Therme Bad Orb und das angeschlossene Thermenhotel öffnen wieder zum 1. September. Die Testphase für das neue Hygienekonzept im August war positiv verlaufen. Alle Innen- und Außenbereiche der Therme sowie die Saunalandschaft und das Restaurant werden wieder in Betrieb genommen.

-Das Wonnemar in Marktheidenfeld öffnet seine Türen zum 7. September. Zwei Zeitfenster stehen den Besuchern zur Verfügung. Tickets werden sowohl online als auch an der Thermenkasse verkauft. Ab dem 8. September hat auch das SPA wieder geöffnet.

-Auch in Hamburg dürfen Thermen und Saunen im September wieder öffnen. Das Holthusenbad, die Bartholomäus Therme in Barmbek und das Midsommerland in Harburg werden den Betrieb voraussichtlich Mitte September wieder aufnehmen.

Stand 13.08.2020:

Ein infizierter Badegast löste in der Therme Zürich die Corona-Notfallkette aus: dabei zeigt sich, dass die Rückverfolgung der betroffenen Besucher auf Basis der gesammelten Kontaktdaten gut funktionierte. Rund 20 Personen müssen sich nun in häusliche Quarantäne begeben.

Stand 05.08.2020:

Die Dünen-Therme in St. Peter-Ording hat seit dem 3. August wieder geöffnet. Die Meerwassser-Pools im Innen- und Außenbereich sind geöffnet, die Sauna bleibt vorerst noch geschlossen. Für den Besuch gelten drei Zeitfenster von 2,5 Stunden, die Eintrittskarten können ausschließlich online gebucht werden. Die Anzahl der Badegäste ist auf 200 begrenzt. Im Foyer in den Umkleiden gilt Maskenpflicht ab 6 Jahren, es gibt derzeit keine Föhne in der Therme.

Das Liquidrom in Berlin öffnet am 5. August wieder seinen Thermen- und Saunabereich. Tickets müssen vorab online gebucht werden, es gilt ein Besucherlimit. Im Eingangsbereich und in den Umkleiden gilt Maskenpflicht.

Stand 23.07.2020:

Die Obermain-Therme im fränkischen Kurort Bad Staffelstein ist seit dem 20. Juli wieder geöffnet. Während der Corona-Pause wurden zahlreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Derzeit ist die Zahl der Besucher in der Therme und der Saunawelt auf 700 begrenzt. Tickets werden regulär an der Kasse verkauft.

Die Lohengrin-Therme im fränkischen Bayreuth nimmt den Badebetrieb zum 31. Juli wieder auf. Maximal 250 Badegäste dürfen dann gleichzeitig in die Therme. Die Saunawelt bleibt vorerst geschlossen. Es gibt kein Online-Buchungssystem.

Stand 09.07.2020:

Die Watzmann Therme im bayerischen Berchtesgaden ist seit 3. Juli wieder geöffnet. Maximal 300 Gäste dürfen das Bad besuchen, weitere 50 die Saunalandschaft. Tickets können regulär an der Kasse gekauft werden, es gibt kein Online-Buchungssystem.

Das Kristall Palm Beach Kur- & Freizeitbad in Stein bei Nürnberg hat die Wiedereröffnung für den 10. Juli angekündigt. Therme, Sauna, Wellness-Bereich und Rutschenwelt stehen dann wieder für die Besucher zur Verfügung. Ein Ampelsystem auf der Webseite der Therme informiert über die Auslastung der Anlage.  

Die Meersburg Therme am Bodensee hat den Saunabetrieb zum 1. Juli wieder aufgenommen. Auch Wellness-Anwendungen werden wieder angeboten. Das Thermalbad sowie die Becken des Strandbads bleiben vorerst noch geschlossen.

Die Kurhessen Therme in Kassel plant die Wiedereröffnung zum 15. Juli. Thermalbad und Sauna werden zeitgleich den Betrieb wieder aufnehmen, die Eintrittskarten sind zunächst auf 1,5 bis 3 Stunden begrenzt.

Stand 07.07.2020:

Nach gut viermonatiger Corona-Pause öffnet die WerratalTherme im hessischen Bad Sooden-Allendorf am 15. Juli wieder ihre Thermen- und Saunabereiche sowie das Thermenbistro. Die Zahl der Besucher ist auf 60 begrenzt, im Eingangsbereich gilt Mundschutzpflicht.

Auch die Solymar Therme im fränkischen Bad Mergentheim plant die Wiedereröffnung zum 15. Juli. Dann werden sowohl die Therme als auch die Saunalandschaft und das Familienbad wieder für Besucher geöffnet sein. Tickets können online reserviert werden.

Die Therme Wien hat ihre Saunalandschaft zum 29. Juni wieder in Betrieb genommen. Vorerst gibt es nur finnische Saunen, es gilt eine reduzierte Gästezahl.

Stand 06.07.2020:

Die Therme im fränkischen Bad Steben öffnet heute ihren Innenbereich mit Therme, Sauna- und Wellness-Zentrum. Das Gesundheitszentrum mit der Radon-Bäderabteilung, das Freibad und der Wohnmobilstellplatz an der Therme sind bereits seit einiger Zeit in Betrieb. Die Zahl der Besuch ist zunächst auf 300 begrenzt. Alle Badegäste müssen sich registrieren lassen, im Eingangsbereich gilt Maskenpflicht.

Die Panorama Therme im baden-württembergischen Beuren hat zum 1. Juli auch den Saunabetrieb wieder aufgenommen. Somit sind Therme und Saunalandschaft im Innen- und Außenbereich wieder für Besucher geöffnet. Es gibt keine festen Zeitfenster, eine Vorreservierung ist nicht nötig. Die Zahl der Badegäste ist auf 250 begrenzt, in die Sauna dürfen maximal 60 Personen gleichzeitig.

Stand 02.07.2020:

Die Wohlfühl-Therme im bayerischen Bad Griesbach ist ab sofort wieder für Besucher geöffnet. Die 16 Thermalwasserbecken im Innen- und Außenbereich sowie die Gartenanlage, die Physioabteilung sowie das Bistro sind wieder offen. Zum 1. August soll auch die Sauna wieder starten.

Auch die ThermeNatur im fränkischen Bad Rodach hat ihren Betrieb zum 1. Juli wieder aufgenommen. Therme, Sauna, Bistro und Wohnmobilstellplatz sind wieder geöffnet.

Die Therme Obernsees im fränkischen Mistelgau startet eine Teilöffnung am 14. Juli. Zunächst werden die untere Badewelt, die Sauna und der Wohnmobilstellplatz geöffnet. Am 31. Juli soll dann die gesamte Anlage in Betrieb genommen werden.

Die Thermen am Europa-Center in Berlin bleiben vorerst geschlossen. Der Betreiber hat Insolvenz angemeldet.

Stand 01.07.2020:

Ab heute ist der Thermen- und Saunabereich der Therme im bayerischen Bad Aibling wieder geöffnet. Das Freibad sowie die Wellness-Abteilung sind bereits seit einiger Zeit wieder in Betrieb. Tickets müssen nicht im Voraus gekauft werden, sondern sind am Eingang erhältlich. Preise und Öffnungszeiten bleiben unverändert. Aktuell dürfen 500 Badegäste gleichzeitig die Therme besuchen.

Die Dünen-Therme in St.-Peter-Ording öffnet ihr Wellnesszentrum. Das Freizeitbad soll zum 9. August den Betrieb wieder aufnehmen, zunächst ohne Sauna.

In Hamburg dürfen ab heute die Freibäder wieder öffnen. Thermen und Saunen bleiben vorerst noch geschlossen.

Stand 29.06.2020:

Die Johannesbad Therme im bayerischen Bad Füssing bietet ab sofort wieder Tageskarten an. Seit der Wiedereröffnung am 8. Juni (Außenbecken) bzw. 22. Juni (Innenbereiche) gab es nur zeitlich begrenzte Tickets für einige Stunden. Die Tageskarte kostet 17 Euro und gilt den ganzen Tag. Ab sofort dürfen auch wieder junge Badegäste ab 10 Jahren in die Johannesbad Therme.

Seit dem 25. Juni ist auch die Mineraltherme im baden-württembergischen Böblingen wieder geöffnet. Für die Bade- und Saunagäste gibt es Zeitfenster, jeweils 100 Besucher dürfen gleichzeitig in die Therme.

Die Cassiopeia-Therme im baden-württembergischen Badenweiler wird ihre Türen zum 1. Juli öffnen. Die Besucherzahl ist auf 295 beschränkt, weitere 45 Personen dürfen die Sauna nutzen. Das römisch-irische Bad bleibt vorerst noch geschlossen.

Auch die Badearena der Barbarossa-Thermen in Göppingen nimmt zum 1. Juli den Betrieb wieder auf. Eintrittskarten können vorerst ausschließlich online gekauft werden. Besitzer einer Saisonkarte müssen sich ebenfalls online für ein Zeitfenster registrieren.

Stand 25.06.2020:

Heute nimmt die Therme Erding ihren Betrieb wieder auf. Das dürfte viele Stammgäste und Familien freuen, denn die große Erlebnistherme ist ein beliebtes Ausflugsziel. Bis zu den Sommerferien ist zunächst keine Anmeldung nötig, wenn man die Therme besuchen möchte. Schutzwände aus Plexiglas, Abstandsmarkierungen am Boden und Desinfektionsmittelspender auf der Anlage sind Teil des Corona-Schutzplans. In den Umkleiden gilt Mundschutzpflicht. Bis zu 3.000 Badegäste dürfen gleichzeitig in die Therme.

Am 27. Juni öffnet auch die Therme in Bad Wörishofen wieder, die wie die Therme Erding ebenfalls Teil der Wund-Gruppe ist. Den Neustart will die Therme mit einem großen Familiensamstag feiern. Neu ist ab sofort, dass alle Besucher mit ihren Gästedaten am Eingang registriert werden müssen. Mundschutzpflicht, Abstandsregeln und verstärkte Hygienemaßnahmen gelten auch hier, dennoch sind die Betreiber zuversichtlich, dass die Badegäste ihren Thermenbesuch genießen können.

Stand 24.06.2020:

Die Mineraltherme im baden-württembergischen Böblingen öffnet am 25. Juli das Thermalbad, die Classic-Sauna und den Saunagarten. Die Besucherzahl ist begrenzt, es müssen vorab Zeitfenster online oder Telefon gebucht werden: vormittags, nachmittags oder abends.

In der Meersburg Therme am Bodensee wird Saunieren ab dem 1. Juli wieder möglich sein, allerdings ohne Dampfbad und Hamam. Das Thermalbad bleibt vorerst noch geschlossen.

Mittlerweile hat die Spessart-Therme im hessischen Bad Soden-Salmünster einen Termin für die Wiedereröffnung bekannt gegeben: am 30. Juni öffnet die Therme die Türen der Bade- und Saunalandschaft für Besucher.

Auch das Wonnemar im fränkischen Marktheidenfeld bereitet sich auf den Neustart vor. Das Freibad soll zum 28. Juni, die Therme zum 4. Juli geöffnet werden.

Stand 19.06.2020:

Am Montag, den 22. Juni öffnet die KissSalis Therme im fränkischen Bad Kissingen die Innenbereiche der Thermenlandschaft sowie die Saunawelt. Die Außenbecken sind bereits seit dem 8. Juni für Besucher zugänglich.

Die Rupertus Therme in Bad Reichenhall hat ihre Wiedereröffnung für den 6. Juli angekündigt. Dann werden Therme und Saunalandschaft sowie das Familienbad wieder starten. Ähnlich wie die Therme Erding hatte der Betreiber der Rupertus Therme eine Teilöffnung, bei der nur die Außenbecken zugänglich sind, als unwirtschaftlich abgelehnt.

Ebenfalls am 6. Juli öffnet die Therme im fränkischen Bad Steben ihre Türen. Therme, Saunawelt, Wellness-Dome und Wellness-Zentrum nehmen dann den Betrieb wieder auf. Der Außenbereich der Therme ist bereits wieder geöffnet.

Stand 18.06.2020:

Die KissSalis Therme im fränkischen Bad Kissingen darf nun auch die Innenbereiche wiedereröffnen. Seit dem 8. Juni sind Außenbecken, Liegewiese und Thermengastronomie in Betrieb, zum 22. Juni öffnet dann die gesamte Therme für Besucher.

Auch die Therme Bad Wörishofen darf den regulären Thermenbetrieb wieder aufnehmen: am 27. Juni beendet die Therme die Corona-Pause mit einem Familien-Samstag.

Auch in Hessen nähert sich die Corona-Schließung der Bäder dem Ende: so plant die Spessart-Therme in Bad Soden-Salmünster die Wiedereröffnung für Ende Juni, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Die Sachsen Therme in Leipzig öffnet ihre Saunalandschaft zum 19. Juni. Der Badebereich bleibt vorerst noch geschlossen.

Stand 17.06.2020:

Die bayerische Landesregierung hat die Wiedereröffnung von Thermen und Saunabetrieben zum 22. Juni genehmigt. Die Therme Erding kündigte daraufhin an, den Betrieb zum 25. Juni aufnehmen zu wollen. Das Thermenhotel Victory soll zum 1. Juli öffnen. Auch die Therme in Bad Wörishofen, die ebenfalls Teil der Thermengruppe Wund ist, wird ihre Türen wieder für Besucher öffnen.

Die Spessart Therme im hessischen Bad Soden-Salmünster hat bekannt gegeben, zum Ende Juni wieder zu öffnen. Der endgültige Termin wird laut Stadtverwaltung in den nächsten Tagen festgelegt. Die Bereiche für Physiotherapie und Wellness-Anwendungen sind bereits wieder in Betrieb.

Stand 16.06.2020:

Die Römer-Thermen im rheinland-pfälzischen Bad Breisig öffnen heute ihre Türen für Besucher. Nach dreimonatiger Corona-Pause können Badegäste wieder die Therme sowie das Restaurant nutzen. Dampfbad und Whirlpool bleiben noch geschlossen. Eine Reservierung der Badezeit im Voraus ist nötig, entweder telefonisch oder per E-Mail. Die maximale Badezeit beträgt drei Stunden pro Gast.

Auch die NaturThermeTemplin in Brandenburg hat nach langer Pause wieder geöffnet: seit dem 15. Juni sind Bad, Sauna, Restaurant und Wohnmobilstellplatz wieder in Betrieb. Es gilt Maskenpflicht auf der Anlage.

Das Solemar Thermalbad im baden-württembergischen Bad Dürrheim startet seinen Betrieb zum 22. Juni. Therme und Saunawelt können nur mit einem vorab gebuchten Ticket besucht werden.

Die Obermain-Therme im fränkischen Bad Staffelstein hat angekündigt, zum 1. Juli den Betrieb wieder aufnehmen zu wollen. Stadtrat und Betreiber halten den Neustart im Juli für realistisch, Revisions- und Reinigungsarbeiten wurden bereits während der Zwangspause durchgeführt.

Die Driburg Therme im nordrhein-westfälischen Bad Driburg hat während der Schließung rund 400.000 Euro in die Modernisierung der Technik investiert. Jetzt ist man bereit für die Wiedereröffnung, die am 10. Juli stattfinden soll.

Stand 15.06.2020:

Die Westfalen-Therme in Bad Lippspringe öffnet heute wieder für Besucher. Wasserwelt und Saunalandschaft sind ab sofort wieder täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Es gibt ausschließlich 3-Stunden-Tickets zum Preis von 18 Euro für Erwachsene. Im Eingangsbereich, den Umkleiden und dem Bistro gilt Maskenpflicht.

Auch die Balinea-Therme im baden-württembergischen Bad Bellingen nimmt ihren Betrieb zum 15. Juni wieder auf. Das Besucherlimit liegt bei 118 Personen, die Saunawelt bleibt noch geschlossen. Es gilt Mundschutzpflicht.

Die Avenida-Therme im thüringischen Hohenfelden ist seit dem 13. Juni wieder geöffnet und konnte sich am Wochenende über einen Besucheransturm freuen: bis zu 100 Meter lang war die Warteschlange am Eröffnungstag. Maximal 375 Badegäste sind zugelassen, die Reifenrutsche und die Saunawelt bleiben vorerst noch gesperrt.

Auch die Steintherme im brandenburgischen Bad Belzig empfängt seit dem 13. Juni wieder Besucher. Bade- und Saunawelt sind täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

Die Fontane-Therme in Neuruppin hat ihre Außenanlagen schon länger geöffnet, seit dem 13. Juni sind auch die Saunen wieder in Betrieb. Allerdings steht die Anlage vorerst nur Übernachtungsgästen und Thermenmitgliedern zur Verfügung, Tagesgäste sind noch nicht zugelassen.

Eine Perspektive gibt es für Fans der Saarland-Therme: das Thermalbad in Rilchingen-Hanweiler hat angekündigt, den Betrieb zum 1. Juli wieder aufzunehmen. Maximal 220 Besucher dürfen zugleich in die Therme, die Badezeit ist auf zwei Stunden begrenzt. Badegäste müssen ein Online-Ticket für ihren Besuch buchen.

Stand 12.06.2020:

Die Vinzenz Therme im baden-württembergischen Bad Ditzenbach ist bereits seit dem 6. Juni wieder geöffnet, wenn auch unter strengen Auflagen und mit einer Begrenzung auf 75 Besucher. Die Resonanz bei der Bevölkerung ist dennoch sehr gut, gerade unter den Stammgästen, die fast drei Monate auf den Besuch von Bad und Sauna verzichten mussten. Für die Therme gilt eine Zeitbegrenzung von zwei Stunden, für die Saunalandschaft sind drei Stunden erlaubt.

Die Bodensee-Therme in Überlingen und das angrenzende Strandbad Westbad starten am 17. Juni in die Sommersaison. Tickets für beide Bäder müssen online über die jeweiligen Webseiten gebucht werden. So können Warteschlangen vermieden und die maximale Anzahl der Besucher begrenzt werden.

Die Weser-Therme im hessischen Bad Karlshafen muss dagegen noch auf einen Wiedereröffnungstermin warten. Rund 225 Badegäste könnten unter Corona-Bedingungen gleichzeitig die Therme besuchen. Da die Becken nicht abgelassen wurden und die Technik der Weser-Therme während der Corona-Pause weiterlief, könne man innerhalb von einer Woche betriebsbereit sein, erklärt Prokuristin Martina Abel.

In Südtirol hat die Therme Meran ihre Badehalle zum 10. Juni wiedereröffnet. Neben den zehn Außenbecken im Thermenpark sind nun auch die zehn Innen-Pools für Besucher zugänglich.

Stand 11.06.2020:

Die Sonnenhof-Therme im schwäbischen Bad Saulgau ist seit dem 10. Juni wieder geöffnet. Die Zahl der Badegäste ist begrenzt, der Aufenthalt der Besucher wird zunächst auf drei Stunden beschränkt. Die Therme bittet alle Badegäste, sich zuvor telefonisch anzumelden. Die Saunawelt wird voraussichtlich am 22. Juni wieder eröffnet.

Nach dreimonatiger Coronapause öffnet die Therme Miriquidi im sächsischen Thermalbad Wiesenbad ihre Türen am 15. Juni. Bade- und Saunagäste können die Therme von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen besuchen. Am Montag ist das Bad für Kurse sowie angemeldete Reisegruppen geöffnet.

Ebenfalls am 15. Juni startet die Franken-Therme in Bad Königshofen in die Freibadsaison. Das Außenbecken mit 30 Grad warmem Thermalwasser und der Heilwassersee stehen dann zeitgleich für maximal rund 90 Personen zur Verfügung und das täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Badezeit ist auf zwei Stunden begrenzt. Der Innenbereich und die Saunawelt bleiben vorerst noch geschlossen.

Die Limes-Therme in Bad Gögging will am 19. Juni den Betrieb wieder aufnehmen. Entsprechend der Vorgaben der bayerischen Landesregierung werden zunächst nur die Außenbereiche der Therme geöffnet.

Stand 10.06.2020:

Die Paracelsus-Therme in Bad Liebenzell empfängt ab dem 11. Juni wieder Besucher im Badebereich und in der Sauna Pinea.  Maximal sind 200 Personen in der Therme und 50 Personen in der Saunawelt zugelassen. Im Eingangsbereich, den Umkleiden und im Bistro gilt Mundschutzpflicht.

Die Panorama Therme in Beuren plant eine Wiedereröffnung für den 15. Juni, zunächst allerdings ohne die Saunalandschaft. Die Anzahl der Besucher wird auf 250 beschränkt, es sind nur Badegäste ab 16 Jahren zugelassen. Es gibt einen 2,5- Stunden-Tarif zum Preis von 9 Euro für alle Besucher.

Die hessische Rhein-Main-Therme hat seit 2. Juni den Vita-Spa Fitnessbereich wieder geöffnet, Bad und Sauna müssen vorerst noch geschlossen bleiben.

Thüringen beendet als erstes Bundesland die Kontaktbeschränkungen zum 13. Juni. Es wird den Bürgern aber empfohlen, den Mindestabstand weiterhin einzuhalten. Diese neue Verordnung macht den Weg frei für die Wiedereröffnung von Einrichtungen wie Bädern und Saunabetrieben.

Stand 09.06.2020:

Ab heute empfängt die Vita Classica Therme in Bad Krozingen als eine der ersten in Südbaden wieder Badegäste. Bis zu 520 Besucher dürfen gleichzeitig in die Therme, Wassergymnastik und Funktionstraining finden ab sofort wieder statt. Die Saunalandschaft bleibt allerdings noch geschlossen. „Wir haben Umkleiden und Duschen in Einzelkabinen, verfügen über 1040 Spinde, versetzen das Thermalwasser mit Chlor und Ozon, reinigen täglich gründlich und haben eine professionelle, gut gewartete Belüftungsanlage, deshalb sehe ich kein Problem für einen halbwegs normalen Betrieb“, erklärt Thermenchef Rolf Rubsamen anlässlich des Neustarts nach über zwei Monaten Corona-Pause.

Die Südpfalz-Therme in Bad Bergzabern öffnet ihre Türen am 10. Juni für Besucher. Damit sind alle Bereiche der Therme wieder in Betrieb: Physiotherapie, Massage, Kosmetik, Boutique, Gastronomie, Sauna und Thermalbad.

Für die hessischen Thermen gibt es jetzt zumindest eine Perspektive: wie die Landesregierung mitgeteilt hat, dürfen Freibäder ab dem 15. Juni wieder öffnen, für die Thermen wird Ende Juni als Termin für den Neustart anvisiert.

Stand 08.06.2020:

Das erste Thermenwochenende nach dem Corona-Lockdown war in Sachsen ein Erfolg: über 500 Badegäste hätten die Silbertherme in Warmbad besucht, darunter viele Stammgäste, freut sich Thermenchef Frank Thom. Die Innen- und Außenbereiche der Therme sind geöffnet, ebenso die Sauna. Das Limit liegt aktuell bei maximal 260 Besuchern.

Ab heute dürfen auch die bayerischen Thermen ihre Außenanlagen öffnen, der Innenbereich muss allerdings noch geschlossen bleiben. Die Chiemgau Therme in Bad Endorf empfängt ab sofort wieder Gäste im der Außentherme und im Restaurant. Andere Thermen in Bayern bleiben dagegen noch geschlossen: die Therme Erding lehnt eine Teilöffnung ab, ebenso die Rupertus Therme in Bad Reichenhall. Entgegen einer Ankündigung der Regierung von Niederbayern zur Öffnung bleiben auch die niederbayrischen Thermen wie die Limes Therme in Bad Gögging und die Kaiser Therme in Bad Abbach bis auf weiteres geschlossen.

Stand 05.06.2020:

Zum 6. Juni öffnen verschiedene Thermen in Baden-Württemberg: Die Vinzenz Therme in Bad Ditzenbach empfängt ab Samstag wieder Bade- und Saunagäste. Das Thermencafé ist bereits seit dem 18. Mai wieder geöffnet. Vor dem Badbesuch ist eine Reservierung auf der Website der Vinzenz Therme zwingend erforderlich, der Verkauf der Eintrittskarten erfolgt regulär an der Thermenkasse. Es gilt eine Zeitbegrenzung von zwei Stunden pro Badbesuch bzw. drei Stunden beim Besuch der Sauna. 

Auch die Caracalla Therme in Baden-Baden öffnet ihre Türen nach der Corona-Zwangspause wieder zum 6. Juni. Das Thermenrestaurant, der Caracalla Shop sowie das CaraVitalis Wellness & Beauty nehmen ebenfalls den Betrieb wieder auf.

Stand 04.06.2020:

Sachsen setzt seinen Lockerungskurs bei den Coronaregeln fort. Ab dem 6. Juni dürfen Saunen, Bäder und Thermen wieder öffnen, vorausgesetzt, die Betreiber legen den zuständigen Behörden ein Hygienekonzept vor. Die Wiedereröffnung sei aufgrund der Bedingungen nicht ganz einfach, so Wirtschaftsminister Dulig. Aufgüsse sind im Saunabetrieb verboten, Dampfbäder bleiben geschlossen.

Auch in Baden-Württemberg gibt es eine Perspektive für die Bäder: ab dem 6. Juni dürfen sie wieder öffnen, allerdings nur unter strengen Auflagen. Das soll auch für Badeseen mit Zugangskontrollen, Heil-, Hotel- und Thermalbäder sowie Saunen gelten. Eine entsprechende Verordnung wurde jedoch noch nicht beschlossen. An den baden-württembergischen Badeseen ohne Zugangskontrollen herrscht derweil schon reger Betrieb. Theoretisch darf sich dort jeder aufhalten, sei es zum Spazieren, zum Sonnenbaden oder eben zum Schwimmen – vorausgesetzt, die Abstandsregeln werden eingehalten.

Stand 03.06.2020:

Nach 13 Wochen Corona-Lockdown werden die Balinea-Thermen im baden-württembergischen Bad Bellingen am 15. Juni wieder öffnen. Die Bade- und Kurverwaltung nutzte die Zeit der Schließung für die jährlichen Revisionsarbeiten und verschiedene Reparaturen. Derzeit warte man noch auf die Verordnung für Bäder der Landesregierung, um das eigene Hygienekonzept damit abzugleichen. Der Wohnmobilstellplatz an den Balinea-Thermen, die Praxis ConErz, die logopädische Sprachpraxis Wied, das Podologie-Zentrum und der Balinea Friseursalon Coiffure sind bereits wieder geöffnet.

Mit gemischten Gefühlen blicken die österreichischen Hoteliers auf das erste offene Wochenende nach dem Corona-Lockdown: der Restart zum Pfingstwochenende sei emotional sehr positiv aufgenommen worden, sowohl von den Gästen als auch von den Mitarbeitern, erklärt der Pressesprecher der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Martin Stanits. Wirtschaftlich sei die Wiedereröffnung aber für viele Betriebe problematisch gewesen, vor allem in Westen des Landes fehlen die deutschen Gäste. Daher hätten etliche Hotels dort noch nicht geöffnet, so Stanits. Eine positive Bilanz können dagegen die österreichischen Thermenresorts ziehen, sie waren über Pfingsten sehr gut ausgelastet: „Ich weiß etwa von einer burgenländischen Therme, die ihre Belegung auf 70 Prozent ihrer Möglichkeiten reduziert hat, um die Abstandsregeln unter den Gästen garantieren zu können“, sagt Stanits. „Sie hätten aber problemlos auch 100 Prozent der Betten füllen können“.

Stand 02.06.2020:

In Österreich sind die Bäder seit dem vergangenen Pfingstwochenende wieder geöffnet. Bislang hält sich der Andrang aber in Grenzen, wie der ORF berichtet. Sechs Quadratmeter Wasserfläche und zehn Quadratmeter Liegefläche stehen jedem Badegast zu, die Gesamtbesucherzahl wurde auf ein Drittel der üblichen Frequenz begrenzt. Überall sind Abstandsmarkierungen angebracht, das Verweilen am Beckenrand ist verboten, in den Innenbereichen gilt Maskenpflicht (WCs, Umkleiden). Für die Therme Wien wurde ein umfassendes Gesundheitskonzept mit 300 Einzelmaßnahmen entwickelt. Darüber hinaus hat die Stadt Wien ergänzende Baderegeln präsentiert, um einen risikofreien Badebetrieb in der Coronakrise zu ermöglichen. Auf der Website https://www.wien.gv.at/spezial/baederampel/ sowie in der App „Stadt Wien Live“ werden ab sofort freie Badeplätze in den 17 Bädern der Stadt angezeigt. Ist ein Bad voll, wird mit Hinweisschildern und einer blauen Fahne darüber informiert.

Im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen durften die Bäder ebenfalls zu Pfingsten wieder öffnen. Trotz des guten Wetters und der Feiertage war die Nachfrage am sonst reisestarken Pfingstwochenende gering, wie Tourismusbetriebe aus der Region berichten. Dagegen verzeichneten die deutschen Küsten und Strände einen regelrechten Besucheransturm.

Stand 30.05.2020:

Eine Teilöffnung der Thermen im Außenbereich zum. 8. Juni ist für viele bayerische Thermenbetreiber keine praktikable Lösung. Die Politik müsse einer Gesamtöffnung zustimmen, lautet die Forderung. Für den Pfingstmontag ist eine Demonstration im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach geplant: Beschäftigte aus dem Thermen- und Kurbetrieb sowie Einzelhändler, Wirte, Vermieter und Dienstleister aus der Region wollen für eine zügige Öffnung der gesamten Thermenanlagen demonstrieren.   

Besonders bitter für die bayerischen Thermen ist die Tatsache, dass im teils nur wenige Kilometer entfernten Nachbarland Österreich seit heute wieder alle Thermenresorts geöffnet sind. Große Anlagen wie die St. Martins Therme am Neusiedler See oder das Thermenresort Geinberg unweit der Grenzstadt Passau sind nach eigenen Angaben bereits sehr gut gebucht für die Pfingstferien. In den österreichischen Thermen sind Baden, Saunieren sowie Wellnessanwendungen erlaubt, unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln versteht sich.  

Stand 28.05.2020:

In Bayern dürfen die Freibäder und Außenanlagen der Thermen zum 8. Juni wieder öffnen. Aber es fehlt an klaren Anforderungen von Seiten der Landesregierung, wie die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden sollen. Daher ist eine Öffnung an vielen Orten fraglich.

Für die Thermen stellt sich noch ein weiteres Problem: „Das Thermengeschehen fängt bei uns im Innenbereich an“, gibt Josefine Kohlmeier, Werksleiterin der Rottal Terme in Bad Birnbach zu Bedenken. „Der Gast kommt rein, löst sein Ticket, geht in die Umkleide. Erst nach dem Duschen kommt der Gast auf das Thermengelände. Wenn ich das alles nicht im Freien anbieten kann, sind die Lockerungen nur schwer umzusetzen. Teilbereiche in den Thermalbädern müssen einfach geöffnet sein“, so Kohlmeiers Kritik. Der Geschäftsführer der Rupertustherme in Bad Reichenhall hatte bereits angekündigt, dass eine Teilöffnung für seine Anlage nicht in Frage komme. Auch der Betreiber der Obermain Therme in Bad Staffelstein lehnt eine Teilöffnung ab.

Schwierig für die Thermen und Kurorte sei auch, dass alle Bäder über einen Kamm geschoren würden, monieren die Thermenbetreiber. Anders als reine Spaßbäder hätten Thermen einen gesundheitlichen Aspekt, den man nicht vernachlässigen sollte. Mit den derzeitigen strengen Corona-Auflagen seien Kuren und Präventionskurse nicht möglich. Daran müsse sich dringend etwas ändern, zum Wohl der Bürger und der Beschäftigten in den Kurorten. Allein in Niederbayern hängen 20.000 Jobs vom Thermenbetrieb ab.

Stand 27.05.2020:

In Nordrhein-Westfalen treten am Samstag, den 30. Mai zahlreiche Lockerungen der Corona-Regelungen in Kraft: so dürfen Thermen, Hallenbäder, Freibäder und Wellness-Einrichtungen ihre Türen wieder öffnen. Voraussetzung ist ein Infektionsschutzplan, der Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen beinhaltet. Noch können aber nicht alle Anlagen diese strengen Auflagen erfüllen.

In Bayern dürfen Freibäder und Außenanlagen der Thermen zum 8. Juni hin öffnen. Für viele Anlagen ist eine Teilöffnung allerdings problematisch: der wirtschaftliche Schaden sei bei einer Teilöffnung der Außenbecken noch größer als durch die aktuelle Schließung, erklärt der Geschäftsführer der Rupertustherme in Bad Reichenhall, Dirk Sasse. Stattdessen werde man die Therme im Sauna- und Außenbereich erweitern, so dass man für die Wiedereröffnung in einigen Monaten gut aufgestellt sei, so Sasse.

Auch in Brandenburg werden die Corona-Regelungen schrittweise gelockert. Ab dem 28. Mai dürfen Freibäder und Sportanlagen wieder öffnen, ab dem 13. Juni dann Thermen und Erlebnisbäder. Saunieren wird erlaubt sein, sofern keine Aufgüsse stattfinden.

Stand 25.05.2020:

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, dass Freibäder und Schwimmbadanlagen im Freien ab dem 8. Juni wieder öffnen dürfen. Somit können die bayerischen Thermen und Thermenhotels ihre Außenbecken zur zweiten Pfingstferienwoche wieder in Betrieb nehmen. Es gelten strenge Auflagen bezüglich des Mindestabstands, Gruppenbildung wird auch im Schwimmbad verboten sein. Schwimmbahnen dürfen nur in einer Richtung beschwommen werden, für die Becken soll es festgelegte Ein- und Ausgänge geben.

Die Franken-Therme in Bad Windsheim öffnet ihre Türen am Pfingstmontag, den 1. Juni. Zunächst werden nur Kosmetik- und Massageangebote sowie der medizinische Bereich für Besucher geöffnet. Ab heute können telefonisch Termine für Mani- und Pediküre, Waxing und verschiedene Massagen vereinbart werden.

Seit dem 20. Mai sind in Nordrhein-Westfalen die Freibäder geöffnet, ab dem 30. Mai dürfen auch die Hallenbäder den Betrieb aufnehmen. Die Niederrhein Therme in Röttgersbach kündigt ihre Wiedereröffnung für den 22. Juni an. Derzeit laufen noch die letzten Arbeiten am Gradierwerk und an der Außensauna, die vor einem Jahr bei einem Brand zerstört wurden.

In Österreich starten Thermen und Thermenhotels nach der Coronapause am 29. Mai. Die Betreiber hoffen auf eine gute Auslastung am Pfingstwochenende, selbstverständlich unter Berücksichtigung der Maßnahmen zu Mindestabständen und Hygieneauflagen. So begrenzt etwa die Therme Loipersdorf die Anzahl der Badegäste im Innenbereich auf 400, vor der Coronakrise badeten hier bis zu 1.500 Besucher. Aufgüsse in der Sauna sind nicht erlaubt. Plexiglasscheiben an der Rezeption schützen die Mitarbeiter, in Thermenbistro gelten Mindestabstände.

Stand 22.05.2020:

Vor einem „Thermenwettbewerb zwischen den Bundesländern“ warnt Bürgermeister und Kurdirektor des baden-württembergischen Kurortes Beuren, Daniel Gluiber: Bei der Urlaubsplanung für Pfingsten orientierten sich viele Bürger an den Möglichkeiten vor Ort. Da die Thermen in einigen Bundesländern bereits öffnen dürfen, in anderen Regionen aber nicht, entstehe hier ein Wettbewerbsnachteil. Spätestens in der ersten Junihälfte sollten die Thermen in Baden-Württemberg wieder in Betrieb gehen, fordert auch Tourismusminister Guido Wolf (CDU): „Wir dürfen in der aktuellen Diskussion über die Wiedereröffnung von Schwimmbädern nicht vergessen, dass viele Menschen im Land die regelmäßige Bewegung im Thermalwasser aus medizinischen Gründen benötigen“, so Wolf. Die 35 Thermen in Baden-Württemberg stünden mit umfassenden Hygiene- und Abstandskonzepten bereit.

Stand 20.05.2020:

Der schrittweise Abbau der Corona-Beschränkungen schreitet voran. So entfällt ab heute die Quarantäne für Reisende, die aus einem europäischen Land nach Deutschland zurückkehren. Brandenburg kündigte zudem an, ab dem 28. Mai Frei- und Strandbäder sowie Fitness-Studios wieder zu öffnen. Zwei Wochen später, also um den 11. Juni dürfen dann auch Hallenbäder und Thermen inklusive Saunalandschaft den Betrieb wieder aufnehmen.

In Berlin dürfen Freibäder zum 25. Mai öffnen, allerdings bleiben die Duschen und Umkleideräume gesperrt. Auch die Wiedereröffnung von Fitness-Studios wurde für nächste Woche in Aussicht gestellt. Für Hallenbäder, Thermen und Saunabetriebe in der Hauptstadt gibt es dagegen noch kein fixes Datum.

In Österreich dürfen Thermen ab dem 29. Mai wieder öffnen. Sollten die Reisebeschränkungen zum 14. Juni wegfallen, befürchten gerade die bayerischen Thermen, dass viele Besucher in das Nachbarland abwandern. Daher sei es besonders wichtig, möglichst bald einen Öffnungstermin für die bayerischen Thermen in Aussicht zu stellen, so ihr Appell an die Politik.

Stand 19.05.2020:

Die Heilquellen der Sächsischen Bäder in Bad Elster und Bad Brambach sind ab sofort wieder geöffnet, Trinkbrunnen und Fitnessbereiche können wieder genutzt werden. Man versuche, Schritt für Schritt in die neue Normalität zu kommen, sagte Gernot Ressler, Geschäftsführer der Sole-Therme. In dieser Woche werde es erste Angebote in der Physiotherapie, Kosmetik und Fußpflege geben, die ersten Gäste hätten sich bereits angekündigt. Die Bäder- und Saunalandschaft der Sole-Therme muss aufgrund der Hygienemaßnahmen leider noch geschlossen bleiben.

Die Therme Erding und die Therme Bad Wörishofen, beides Anlagen der Wund-Gruppe haben einen detaillierten Hygieneplan ausgearbeitet und bereits im April der bayerischen Landesregierung vorgelegt. „Seit Wochen planen wir den Neustart“, moniert Geschäftsführer Jörg Wund. Während in NRW und Berlin die Bäder zu Pfingsten öffnen dürfen, gibt es in Bayern noch keine konkrete Perspektive für eine Wiedereröffnung.

Seit Montag hat die Therme Meran in Südtirol wieder geöffnet, zunächst sind allerdings nur der Spa-Bereich, das Bistro und der Shop für Besucher zugänglich. Ab nächster Woche soll auch der Badebetrieb im Außenbereich wieder aufgenommen werden.

Stand 18.05.2020:

Am Montag, den 18. Mai treten weitere Lockerungen der Corona-Ausnahmeregelungen in Kraft. Für das Pfingstwochenende wird es zahlreiche Möglichkeiten geben, innerhalb Deutschlands zu verreisen. Alle Bundesländer gestatten den Betrieb von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen unter Auflagen ab heute bzw. ab dem 25. Mai (in Bayern: ab dem 30. Mai). Thermen und Bäder bleiben allerdings in den meisten Bundesländern noch geschlossen. Eine Ausnahme bildet Nordrhein-Westfalen, hier dürfen Thermen und Wellness-Einrichtungen ihren Betrieb zum 30. Mai wieder aufnehmen. So informiert beispielsweise die Claudius Therme in Köln ihre Gäste über die Website, dass eine Eröffnung Ende Mai bevorstehe.

Auch die VitaSolTherme in Bad Salzuflen kündigt die Wiedereröffnung für den 30. Mai an. Die Schutzkonzepte für Badegäste und Mitarbeiter stehen fest, so wird es künftig verstärkte Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sowie Abstandsregelungen geben, für die Sauna gilt ein Personenlimit.

Stand 15.05.2020:

Die größte Therme Deutschlands, die Therme Erding, macht jetzt Druck auf die Bayerische Politik und drängt auf eine rasche Öffnung beziehungsweise auf eine Perspektive. Das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Therme Erding ist mittlerweile auf 100 Seiten angewachsen. Es basiert auf dem Einsatz von Schutzausrüstung, verschärften Desinfektionsmaßnahmen und einer Lenkung sowie Begrenzung der Besucherströme. Ebenso wurden 1000 waschbare Masken gekauft, die Kassen mit Spuckschutz ausgestattet, Abstandsmarkierungen am Boden aufgebracht, Desinfektionsmittelspender aufgestellt und die Mitarbeiter geschult. Das Personal wird Mundschutz sowie Handschuhe tragen und desinfiziert sich ebenfalls alle halbe Stunde. Insgesamt will die Therme die Reinigungskapazitäten um 50 Prozent aufstocken.

Stand 14.05.2020:

Die Südpfalz-Therme in Bad Bergzabern öffnet ab dem 18. Mai die Bereiche Physiotherapie, Wellness, Kosmetik, Salzgrotte, Boutique und die Gastronomie im Foyer. Der Bade- und Saunabetrieb ist noch nicht gestattet. Die neuen Öffnungszeiten der Südpfalz-Therme sind werktags von 10 bis 18 Uhr, die Gastronomie startet bereits um 9 Uhr und hat auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Die Nutzung der Parkplätze an der Therme ist bis auf weiteres kostenfrei.

Die brandenburgischen Kurorte befürchten ein „Kurorte-Sterben“ ausgelöst durch die Corona-bedingten Schließungen. Vertreter der sieben Kurorte, darunter Bad Liebenwerda und Burg haben sich daher mit einem Appell an die Politik gewandt: die Kurorte fordern staatliche Ausgleichszahlungen in Höhe von 75 Prozent der entgangenen Erlöse aus dem Thermenbetrieb auf Basis der Einnahmen aus dem Jahr 2019. Eine weitere Forderung lautet, die Mehrwertsteuer für die Bäder und Kurbetriebe dauerhaft auf sieben Prozent zu reduzieren. Nur so sei es möglich, drohende Insolvenzen zu verhindern. In Brandenburg stehen rund 10.000 Gästebetten für Thermen- und Kurgäste zur Verfügung, die im vergangenen Jahr gut ausgelastet waren.

In Österreich sind die Thermenbetreiber sehr zuversichtlich, was die Wiedereröffnung zu Pfingsten angeht: viele Schwimmbäder würden derzeit befüllt. Man gehe davon aus, dass der Saunabesuch mit einer Maximalbelegung von sechs Personen gleichzeitig möglich sein wird. In den Thermenhotels werde die Anzahl der Hotelgäste reduziert, im Wellnessbereich nur jede zweite Liege belegt. Sport- und Aktivprogramm werde man ins Freie verlegen. Auch bei der Eurothermen-Gruppe in Bad Schallerbach, Bad Hall und Bad Ischl rechnet man mit einem „ganz normalen Thermenurlaub ab Pfingsten inklusive Wellness und Hotelaufenthalt“.

In Südtirol wagt die Therme Meran einen vorsichtigen Neustart: am 18. Mai öffnen das Thermenbistro, der Shop sowie das MySpa. Am 25. Mai startet die Therme die Freibadesaison mit der Wiedereröffnung des Thermenparks. Hier stehen den Besuchern zehn Außenpools und eine großzügige Liegewiese zur Verfügung, dazu gibt es acht kostenpflichtige Relax Lounges für jeweils zwei Personen. Der Bade- und Saunabetrieb im Innenbereich ist noch nicht gestattet.

Stand 13.05.2020:

Wie Ministerpräsident Markus Söder jetzt ankündigte, arbeitet das bayerische Staatsministerium derzeit an einem tragfähigen Konzept für die Öffnung von Heilbädern, Kurorten und Thermen. Diese Bereiche bedürften aufgrund der Komplexität des Themas bzw. auch der Örtlichkeiten einer eingehenden Prüfung von Schutzkonzepten, heißt es von Seiten der Landesregierung.

Derweil haben die niederbayerischen Kurorte Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach einen Hilferuf gestartet: mit ihrem Appell wollen die Bäder die Politik aufrütteln, denn durch die Corona-bedingten Schließungen ist der komplette Tourismus in den Kurorten zusammengebrochen. Allein in Niederbayern hängen 20.000 Arbeitsplätze von den Thermen ab. Seit März konnten weder die Thermen noch die regionalen Gastgeber Umsätze erwirtschaften. Bis jetzt gibt es keine Aussage der Politik, wann die Bäder wieder öffnen dürfen: „Die Leute müssen wissen, wie geht es weiter? Was dürfen die Hotels? Das wichtigste: Dürfen die Thermen aufmachen? Die Leute hängen alle in der Luft. Ist denn überhaupt nicht bewusst, was da für ein Wirtschaftszweig dranhängt?“, kritisiert der Bürgermeister von Bad Griesbach, Jürgen Fundke (ÜW). Dabei haben die Vertreter der niederbayerischen Kurorte bereits einen Kriterienkatalog für die Wiedereröffnung der Thermen erarbeitet: „Es sind alle notwendigen Vorkehrungen getroffen worden. Wenn sich Besucher an bestimmte Regeln halten, könnten wir sofort loslegen“, sagt der Werkleiter in Bad Griesbach, Franz Altmannsperger.

Ähnlich ist die Lage auch in anderen bayerischen Thermen wie beispielsweise der Rupertus Therme in Bad Reichenhall. Seit April sind alle 90 Mitarbeiter in Kurzarbeit, bis auf die Techniker, die derzeit Reparaturarbeiten durchführen. Bis jetzt habe man niemanden entlassen, sagt Thermenchef Dirk Sasse, aber man stelle sich auf ein extrem schwieriges Jahr mit Verlusten ein. Wenn es zu keiner baldigen Wiedereröffnung komme, könne der Thermen- und Kurbetrieb maximal bis Mitte Juli liquide bleiben, so Sasse.

Stand 12.05.2020:

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen unterscheiden sich je nach Bundesland, auch in Bezug auf die Wiedereröffnung der Bäder. Aktuell haben zwei Bundesländer einen Termin für die Öffnung der Thermen festgelegt: Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. Thüringen wählt einen Sonderweg, indem es den Kommunen selbst überlässt, ob und wann sie ihre Bäder öffnen.

Baden-Württemberg, Bayern: Schwimmbäder bleiben vorerst geschlossen, noch kein Datum für die Wiedereröffnung

Berlin: Frei- und Strandbäder dürfen ab 25. Mai wieder öffnen, noch kein Datum für Thermen

Brandenburg: noch keine Angaben zur Wiedereröffnung von Bädern

Bremen, Hamburg: noch kein Datum für die Wiedereröffnung

Hessen: Schwimmbäder bleiben vorerst geschlossen, noch kein Datum für die Wiedereröffnung

Mecklenburg-Vorpommern: Freibäder dürfen ab dem 25. Mai öffnen, Thermen ab dem 15. Juni

Niedersachsen: Freibäder dürfen ab dem 25. Mai öffnen, die Strände von Cuxhaven werden schrittweise geöffnet, für Thermen gibt es noch kein Datum

Nordrhein-Westfalen: Freibäder und Thermen dürfen ab 20. Mai wieder öffnen

Rheinland-Pfalz, Saarland: Schwimmbäder bleiben geschlossen, noch keine Festlegung

Sachsen: Freibäder dürfen ab 18. Mai öffnen, für Thermen gibt es noch kein Datum

Sachsen-Anhalt: Bäder bleiben noch geschlossen, kein Datum für die Wiedereröffnung

Schleswig-Holstein: Bäder bleiben noch geschlossen, kein Datum für die Wiedereröffnung

Thüringen: Kommunen dürfen selbst entscheiden, ob und wann sie Bäder öffnen

Stand 11.05.2020:

Als erstes Bundesland erlaubt Nordrhein-Westfalen die Wiedereröffnung der Bäder. Am 20. Mai dürfen zunächst die Freibäder öffnen, am 30. Mai dann auch die Thermen, Erlebnisbäder und Wellness-Einrichtungen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) zeigte sich erfreut und auch etwas überrascht von der Entscheidung der Landesregierung, wie Geschäftsführer Christian Ochsenbauer mitteilte.

Stand 07.05.2020

Warum geht es in Österreich und in Deutschland nicht? Das fragen sich derzeit die deutschen Badbetreiber in Bezug auf die Wiedereröffnung. In der Alpenrepublik dürfen alle Bäder und Thermen am 29. Mai wieder öffnen, in Deutschland gibt es dazu noch keine Entscheidung der Regierung. Jetzt hat der Sächsische Heilbäderverband die Öffnung von Thermen, Hallen- und Freibädern zum 29. Mai gefordert: „Gerade in diesen Zeiten dürfen wir die Gesundheitsvorsorge nicht vernachlässigen“, mahnt der Verband: Die Zahl der Badegäste lasse sich problemlos kontrollieren, außerdem werde das Wasser in den Becken kontinuierlich aufbereitet, so die Begründung. Mit den Maßnahmen zur Wasseraufbereitung sei die Sicherheit der Gäste gewährleistet. 

Stand 06.05.2020

In vielen Bundesländern gibt es ab dem 11. Mai weitreichende Lockerungen der Coronamaßnahmen. So dürfen etwa in Bayern Handel, Gastronomie und Schulen zu festgelegten Terminen wieder öffnen, die Ausgangssperren wurden durch Kontaktbeschränkungen ersetzt. Leider gibt es aber noch keine offizielle Entscheidung für eine Wiedereröffnung der Bäder, Thermen und Saunen in Deutschland. Viele Thermenbetreiber hatten eine Aussage der Regierung Anfang Mai erwartet, zumal in Österreich bereits der 29. Mai als Wiedereröffnungstermin für die Thermen festgelegt wurde. Daher sind die Enttäuschung und das Unverständnis groß. Viele Anlagen wie beispielsweise die Therme Erding haben bereits detaillierte Fahrpläne vorgelegt, wie sie die Schutz- und Hygienemaßnahmen umsetzen wollen.

Die Wund Unternehmensgruppe, Betreiber der Thermen in Euskirchen, Erding, Bad Wörishofen und Titisee-Neustadt, hat sich mit einem Hilferuf an die Politik gewandt. In dem Schreiben an die Bundes- und Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Euskirchen wird eine Einzelbeurteilung zur Öffnung der Thermen gefordert. Man sei bereit für eine schrittweise Wiedereröffnung. Alle Thermen der Wund-Gruppe seien in der Lage, den Gästen einen sicheren Aufenthalt unter Berücksichtigung aller Abstands- und Hygienemaßnahmen zu bieten, betont der Thermenbetreiber. So planten die Thermen etwa ein personalisiertes Online-Buchungssystem, weniger Besucher und mehr Platz zwischen den Liegen. Die Schließung Mitte März habe die Thermen hart getroffen, man müsse 100-prozentige Umsatzeinbußen verkraften. Sollte die Situation bis zum Sommer anhalten, seien die geplanten Investitionen zur Entwicklung der Standorte in keiner Weise mehr realistisch. Die Wund-Gruppe wollte in Euskirchen 150 Millionen Euro investieren, unter anderem in ein Familien-Erlebnisbad und ein Hotel.  

Stand 05.05.2020

Pandemie-Regeln für Bäder - Schwimmen mit Abstand

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) hat einen Pandemieplan für alle Bäder vorgelegt. Werden die Maßnahmen zum Infektionsschutz von Mitarbeitern und Besuchern eingehalten, steht einer Wiedereröffnung der Thermen und Bäder nichts mehr im Weg.

Keine erhöhte Infektionsgefahr

Besucher und Badbetreiber wünschen sich eine baldige Wiedereröffnung der Thermen und Bäder in Deutschland. Wenn bestimmte Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln eingehalten werden, ist der Badbetrieb auch in Zeiten der Corona-Pandemie möglich, erklärt die Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) in ihrem am 9. April 2020 vorgelegten Pandemieplan:

„Schwimmbäder sind in fast allen für den Badegast zugänglichen Bereichen gefliest und werden regelmäßig mechanisch gereinigt sowie desinfiziert. Die Lüftungsanlagen in Schwimmbädern sind im Vergleich zu anderen Gebäuden auf extrem hohe Luftwechselzahlen ausgelegt und lassen sich häufig auch mit 100 % Außenluft betreiben. Falls es gelingt, die persönlichen Abstands- und Hygieneregeln der Badegäste und Mitarbeiter durch Information, organisatorische Maßnahmen und vor allem aber auch durch die eigene Initiative der Betroffenen praktisch umzusetzen, liegen vergleichbar gute Voraussetzungen vor, um in Zeiten einer viralen Ansteckungswelle mit angepasstem Nutzerverhalten Sport- und Freizeitaktivitäten in Schwimmbädern zu ermöglichen.

Schwimmbäder sind ein öffentlicher Raum – wie Schulen, Kindergärten, Verwaltungen und Universitäten auch. Sie unterscheiden sich von diesen Institutionen durch das Schwimm- und Badewasser. Alle vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Viren durch das Chlor sicher abgetötet werden. Damit besteht in Schwimmbädern kein größeres Ansteckungsrisiko als in anderen Einrichtungen auch. Es gilt hier die Aussage des Umweltbundesamtes vom 12. März 2020.“

Eingangsbereich:

  • Abstandsmarkierungen am Boden für Abstand der Besucher untereinander und zum Kassenpersonal (mind. 1,5m)
  • Plexiglas-Schutz an der Kassentheke
  • Bevorzugt bargeldloses Bezahlen
  • Evtl. Online-Reservierungssystem mit Begrenzung der Nutzerzahlen
  • System für Zählung der Gäste in Bad und Sauna (Zu- und Abgänge erfassen)
  • Desinfektionsspender zur Handhygiene
  • Nicht automatische Eingangstüren bleiben geöffnet

Umkleiden:

  • Abstandsmarkierungen am Boden in Sammelumkleiden
  • Evtl. bleibt jeder vierte Spint geschlossen, um Mindestabstände einzuhalten
  • Desinfektionsmittelspender für Handhygiene

Duschräume:

  • Duschen teilweise stilllegen, um Abstandsregeln einzuhalten
  • Evtl. mobile Spritzschutzwände zwischen den Duschen aufstellen
  • Evtl. ein Limit einführen, je nach Größe und Ausstattung der Duschen sind nur zwei Badegäste gleichzeitig erlaubt

Schwimmbecken:

  • Begrenzung der Anzahl von Badegästen im Becken, an einer Treppe reingehen, über eine andere wieder hinaus
  • Begrenzung des Zugangs bei Außenbereichen, je nach Größe

Regel: 2,7 Quadratmeter Wasserfläche pro Gast im Nichtschwimmerbecken, 4,5 Quadratmeter Wasserfläche pro Gast im Schwimmerbecken, d.h. bei einem 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen 56 Personen im Nichtschwimmer- und 36 Personen im Schwimmerbereich (insg. Max. 92 Personen)

  • Evtl. Whirlpools außer Betrieb nehmen
  • Rutschen und Sprungtürme mit Abstandsmarkierungen

Ruhezonen:

  • Weniger Liegen, weiter voneinander entfernt aufstellen (mind. 1,5 m)
  • Keine Kissen und Decken mehr bereitstellen

In der Sauna:

Die Gefahr vor Ansteckung ist in der Sauna durch die hohe Temperatur relativ gering.

  • Abstandsmarkierungen in Umkleiden, Duschen, Saunakabinen (mind. 1,5m)
  • kein Wedeln, keine Aufgüsse, um die Luft in der Sauna nicht herumzuwirbeln
  • Evtl. Eisbrunnen außer Betrieb nehmen

Zusätzliche Hygienemaßnahmen:

  • Tägliche Desinfektion der Sanitär- und Beckenumgangsflächen mit viruziden Desinfektionsmitteln (eine Sprühdesinfektion aller Flächen ist nach Einschätzung der DGfdB nicht sinnvoll)
  • Wischdesinfektion der Türgriffe in kurzen Intervallen
  • Aufstellen von Desinfektionsmittelspendern für die Besucher
  • Kantine für Mitarbeiter wird geschlossen

Verhaltensregeln für die Gäste:

  • Information für Besucher im Eingangsbereich und an geeigneten Stellen auf der Anlage platzieren
  • Nur max. 2 Personen in Dusche und WC
  • Individuelle Hygieneregeln beachten
  • Abstände einhalten
  • Schwimmhalle nach dem Baden unverzüglich verlassen
  • Menschenansammlungen vermeiden
  • Enge Begegnungen auf dem Beckenumgang vermeiden, gesamte Breite (2,5 m) zum Ausweichen nutzen

Stand 30.04.2020:

Die ersten Thermen & Thermalbäder dürfen wieder eröffnet werden

Als erstes Land beginnt Österreich im Mai den Exit aus dem Shut Down, auch in der Schweiz wird eine Lockerung der Maßnahmen diskutiert.

Deutschland

Seit dem 17. März 2020 sind in Deutschland alle Bäder und Thermen bis auf weiteres geschlossen. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es bislang nicht. Die Ausgangsbeschränkungen werden zunächst bis zum 10. Mai verlängert.

Österreich

Seit 16. März 2020 galt in Österreich eine Ausgangssperre, alle Bäder wurden geschlossen. Ab 1. Mai lockert die österreichische Regierung die Corona-Maßnahmen schrittweise. Alle Bäder und Thermen dürfen zum 29. Mai wieder öffnen, sofern sie bestimmte Sicherheits- und Hygienevorschriften umsetzen. Aktuell werden neue Konzepte erarbeitet, wie die Thermen Hygiene, Desinfektion, Abstand und Maximalanzahl an Personen in bestimmten Bereichen regeln können. So muss laut Verordnung im Innenbereich die Beschränkung auf mindestens zehn Quadratmeter pro Besucher eingehalten werden. Bodenmarkierungen und Schilder sollen die Gäste darauf hinweisen, Mitarbeiter die Einhaltung kontrollieren. Besucher und Mitarbeiter müssen überall einen Mindestabstand von einem Meter einhalten (das gilt nicht für Personen, die im gleichen Haushalt leben). Eine Vollauslastung der Thermen wird demnach nicht mehr möglich sein. Wie die Thermen mit den neuen Anforderungen umgehen werden, wird sich zeigen. Derzeit sind Preiserhöhungen noch kein Thema, denn die Thermenbetreiber sind froh, überhaupt wieder öffnen zu können. Für die Besucher sind die neuen Regelungen durchweg positiv: sie erwartet ein sehr sicheres und maximal hygienisches Umfeld mit extra viel Platz.

Schweiz

In der Schweiz sind alle Bäder seit dem 17. März geschlossen. Es gibt noch keine verbindliche Entscheidung der Schweizer Regierung zur Wiedereröffnung. Als möglicher Termin für die Eröffnung der Bäder und Thermen ist aber der 8. Juni im Gespräch. Im vom Coronavirus stark betroffenen Kanton Tessin werden Bäder frühestens im Juli wieder öffnen.

Vorkehrungen und Maßnahmen der Thermen gegen das Coronavirus

Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die Reaktionen der Thermen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Anfangsphase der Corona-Pandemie. Die Beiträge sind chronologisch geordnet und bilden die unterschiedlichen Maßnahmen ab, die zunächst ergriffen wurden, um einer Verbreitung des Covid-19 Erregers entgegenzuwirken. Seit dem 17. März 2020 sind alle Bäder und Saunabetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis auf weiteres geschlossen.

Stand 20.03.2020 10:00 Uhr:

Deutschland:

  • Die Schließung aller Schwimmbäder, Saunabetriebe, Fitnesscenter, Vereine etc. in Deutschland gilt ab dem 17. März zunächst für 14 Tage, also bis zum 31. März 2020. Danach wird die Bundesregierung auf Basis der aktuellen Situation entscheiden, ob die Schließung verlängert wird.

Österreich:

  • In Österreich sind alle Bäder, Saunabetriebe etc. seit dem 16. März geschlossen. Die Mehrheit schließt bis zum 3. April, danach wird die Regierung entscheiden, wie es weitergeht.

Schweiz:

  • Seit dem 17. März bleiben in der Schweiz alle Schwimmbäder, Freizeiteinrichtungen etc. geschlossen. Die Regelung gilt zunächst bis zum 4. April, dann wird neu entschieden.

Stand 19.03.2020 14:00 Uhr:

Deutschland:

  • Aufgrund der derzeitigen Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV2 wurde auch die Toskana Therme in Bad Sulza am Mittwoch, den 18. März 2020, vorübergehend geschlossen.

  • Das Thermalbad in Bad Kreuznach, die Crucenia-Thermen, die Crucenia-Totes-Meer-Salzgrotten sowie das Bäderhaus in Bad Kreuznach sind bereits seit Dienstag geschlossen.

Österreich:

  • Zur Eindämmung des Coronavirus werden ab heute auch Rehakliniken und Kuranstalten geschlossen. Auf Kur oder Reha befindliche Patienten müssen mit Inkrafttreten der Verordnung Donnerstagmittag nach Hause.

Stand 18.03.2020 11:00 Uhr:

Deutschland:

  • Thermenwelt, Saunalandschaft, Wellnessbereich sowie das Restaurant der Warmbader Silber-Therme sind seit dem gestrigen Dienstag bis auf Weiteres geschlossen. Das teilte der Kur- und Gästeservice der Kur- und Gesundheitszentrum Warmbad Wolkenstein GmbH am Dienstagnachmittag mit. Weiterhin geöffnet haben hingegen die Physiotherapie sowie die Kältekammer. Die Einrichtungen stehen Patienten werktags zur Verfügung.

  • Als Vorsorgemaßnahme zur Verlangsamung der dynamischen Verbreitung des Coronavirus bleibt die Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster bis auf Weiteres geschlossen. Die Schließung betrifft die Bade- und Saunalandschaft, das Bistro Spessart Therme, die Totes-Meer-Salzgrotte, das WellVitamed (Wellness), die Tourist-Information sowie alle Veranstaltungsräumlichkeiten einschließlich Spessart FORUM. Die Physiotherapiepraxis in der Spessart Therme (PhysioVitamed) bleibt geöffnet.

  • Seit Dienstag ist auch die Kristall-Therme in Seelze wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. „Gesundheit steht bei uns an erster Stelle“, teilten die Betreiber auf ihrer Internetseite mit.

  • Auch die VitaSol-Therme in Bad Salzuflen bleibt bis zum 19. April geschlossen.

  • Ebenso wird bis mindestens zum 19. April die Ardesia-Therme in Bad Lobenstein geschlossen bleiben.

Stand 17.03.2020 12:00 Uhr:

Deutschland:

  • Seit heute, den 17. März, sind alle fünf niederbayerischen Heil- und Thermalbäder geschlossen. Für wie lange die Thermen geschlossen bleiben steht noch nicht fest. Zu den geschlossenen Thermen gehören:
  1. Bad Füssing - Europa Therme
  2. Bad Griesbach - Wohlfühl-Therme
  3. Bad Birnbach - Rottal Terme
  4. Bad Gögging - Limes-Therme
  5. Bad Abbach - Kaiser-Therme
  • Auch die Vita-Classica-Therme in Bad Krozingen schließt voraussichtlich bis Ende April im Zuge der Corona-Krise ab Dienstag, den 17. März, ihre Pforten.
  • Der öffentliche Badebetrieb in Thermalbad Wiesenbad in der Therme "Miriquidi" wird ab heute, den 17. März, vorübergehend eingestellt. Kurse wie Aquafitness, Präventionszirkel und Pilates finden ebenfalls bis auf Weiteres nicht statt. Rehasport-Kurse, Behandlungen von Rezept- und stationären Patienten werden allerdings wie gewohnt durchgeführt. Ab wann der reguläre Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann, will die Kurgesellschaft gesondert informieren.
  • Nachdem die Verantwortlichen der Balinea-Therme Bad Bellingen bereits am Wochenende bekanntgaben, den Betrieb ab Montag, den 16. März vorübergehend einzustellen, hat auch die Cassiopeia Therme in Badenweiler heute nachgezogen. Die Cassiopeia Therme bleibt mit sofortiger Wirkung bis voraussichtlich 3. April geschlossen.

Stand 16.03.2020 14:00 Uhr:

Deutschland:

  • Auch die Thermen & Badewelt Sinsheim stellt den Betrieb ein, wichtige Informationen hierzu hat das Unternehmen in der folgenden Pressemitteilung zusammengestellt:

In Anbetracht der aktuellen Situation und der damit verbundenen Gesamtentwicklung in Bezug auf COVID-19 hat sich die Thermen & Badewelt Sinsheim in Absprache mit den zuständigen Behörden, zu einer Einstellung des Gästebetriebes ab 16. März 2020 entschlossen. Somit endet der reguläre Betrieb der Thermen & Badewelt Sinsheim am 15. März 2020 um 22 Uhr bis auf Weiteres. „Wir sehen uns in der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und deren Familien sowie auch unseren Gästen. In den letzten Tagen und Wochen standen wir in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit den verantwortlichen Behörden, bei denen wir uns an dieser Stelle für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement bedanken wollen. Mit der Schließung möchten wir unseren Beitrag zur Eindämmung von COVID-19 in dieser schwierigen Zeit leisten“ so Stephan Roth, Geschäftsleiter der Thermen & Badewelt Sinsheim. Wir werden die Öffentlichkeit und unsere Gäste informieren, wenn der Termin der Wiedereröffnung bekannt ist.

  • Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Coronavirus bleibt auch die Vulkaneifel Therme in Bad Bertrich bis einschließlich 3. April geschlossen. Das teilt Geschäftsführer Michael Krämer mit.

Österreich:

  • Therme Wien stellt den kompletten Betrieb ein und teilt per Pressemitteilung mit:

Nachdem die Therme Wien am Freitag bereits die Tagestherme und den Fitnessbetrieb geschlossen hat, werden mit heute Montag, den 16. März 2020, nun auch die Therme Wien Med, das Gesundheitszentrum der Therme Wien sowie das Rheuma-Zentrum Wien-Oberlaa bis auf Weiteres geschlossen. Ein Notdienst für akut-rheumatologische Versorgung wurde eingerichtet. Im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung und der Gesundheit der Bevölkerung unterstützt die Therme Wien die Bestrebungen und Maßnahmen der Bundesregierung und der Stadt Wien zur Eindämmung des Coronaviruses und schließt deshalb bis auf Weiteres den gesamten Betrieb der Therme Wien.

Schweiz:

  • Während diverse Bäder im Kampf gegen das Corona-Virus ihren Betrieb einstellen, haben Gäste in Bad Zurzach weiterhin Einlass. Das Thermalbad Zurzach, wie auch das SPA Medical Wellness Center, bleiben trotz Coronavirus normal für Gäste geöffnet, teile die Geschäftsleitung des Therme mit. Im Unterschied zu anderen Schweizer Thermalbädern, wie bei Leukerbad oder Brig, hält die Therme in Bad Zurzach nach den am Freitag vom Bundesrat verordneten Massnahmen aktuell den Betrieb noch aufrecht.

Stand 16.03.2020 8:00 Uhr:

Deutschland:

    • Die Rupertus Therme in Bad Reichenhall und die Watzmann Therme in Berchtesgaden stellen ab Dienstag, den 17. März, ihren Betrieb ein. Mit dieser gemeinsamen Entscheidung leisten die beiden Thermen "einen bewussten und proaktiven Beitrag zur Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus", heißt es in der Pressemitteilung.
    • Die Balinea-Thermen in Bad Bellingen haben ab Montag, den 16.03. wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Am Sonntagmittag hat der Geschäftsführer der Bade- und Kurverwaltung Bad Bellingen, Dennis Schneider, die behördliche Anordnung erhalten, ab Montag zu schließen. Er entschied, schon am Sonntag ab 12 Uhr keine neuen Besucher mehr in die Therme zu lassen.
    • In der Cassiopeia-Therme in Badenweiler ist bis heute noch nicht von einer Schließung die Rede. Jedoch durften auch hier Besucher aus Risikogebieten das Bad nicht betreten. Bis einschließlich 29. März kontrolliere man das am Eingang, heißt es aktuell auf der Website der Thermenbetreiber.
    • Auch die Röbeler Müritz-Therme ist weiter geöffnet. Auf Facebook heißt man weiter Gäste willkommen. Gegen geltende Regeln und Verfügungen handeln die Thermenbetreiber damit nicht. In sozialen Netzwerken hat diese Entscheidung jedoch kontroverse Diskussionen ausgelöst. Die Thermenbetreiber schreiben dazu auf Facebook:

Liebe Gäste, wir haben weiterhin uneingeschränkt für Sie geöffnet. Nach Rücksprache mit Virologen und Ärzten besteht kein erhöhtes Risiko, die MüritzTherme Röbel zu besuchen. Aufgrund der überdurchschnittlichen Wasser- und Raumtemperaturen, dem Chlor im Wasser und den hohen Temperaturen in den Saunen, gehören Bäder laut Medizinern sogar zu den wenigen Orten, die das Risiko einer Ansteckung minimieren. Zudem ist die MüritzTherme keine Veranstaltungsstätte, sondern ein Unternehmen bzw. eine Einrichtung, wie zum Beispiel der Flughafen oder das Einkaufszentrum. Somit gibt es keinerlei Einschränkungen im Badebetrieb. Viren werden nachweislich nicht über das Wasser übertragen und durch das mit Chlor versetzte sowie temperierte Wasser zerstört. Der Hygienestandard ist bei uns, wie auch in anderen Bädern, bereits sehr hoch. Um unseren Mitarbeitern und unseren Gästen noch mehr Sicherheit zu bieten, haben wir die tägliche Desinfektion noch einmal verstärkt. Wir möchten Sie zudem anhalten, die vom Gesundheitsamt empfohlenen persönlichen Hygienestandards sowie die Hust- und Niesetikette und das gründliche Händewaschen mit ausreichend Seife einzuhalten. Generell stärkt Baden und Saunieren das Immunsystem und sollte im körperlich gesunden Zustand praktiziert werden. Wir bitten Sie daher auch bei ersten Anzeichen einer Erkältung und Grippe zu Hause zu bleiben und sich erst ordentlich auszukurieren. Wir danken Ihnen für Ihre Treue und freuen uns, wenn Sie sich demnächst für einen Aufenthalt bei uns entscheiden.

Das Team der MüritzTherme Röbel

Stand 15.03.2020 9:30 Uhr:

Deutschland:

  • Vorübergehende Schließung der Bali Therme ab Sonntag, den 15. März 2020 bis Donnerstag, den 30. April 2020.
  • Das Badeparadies Schwarzwald schließt ebenfalls bis mindestens Mitte April. Auf der Internetseite schreiben die Verantwortlichen, dass nach enger Absprache mit den Behörden entschieden wurde, den Gästebetrieb ab Sonntag 15. März 2020 22 Uhr bis auf weiteres einzustellen. Somit bleiben die Türen des Badeparadies ab Montag für mindestens 4 Wochen geschlossen.
  • Der Europa-Park in Rust hat gestern am Samstag, den 14. März, angekündigt die Wasserwelt Rulantica nur noch am Sonntag öffnen zu wollen. Ab Montag wird der Badebetrieb eingestellt.
  • Die Wiesbadener Hallenbäder und die beiden Thermen werden von Sonntag, den 15. März bis auf Weiteres geschlossen. Die Stadt begründete dies am Samstag mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus. Betroffen ist neben dem Thermalbad Aukammtal auch die Kaiser-Friedrich-Therme.
  • Auch das Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth stellt bis auf weiteres seinen Betrieb ein. Die Entscheidung zur Schließung des Sibyllenbads fiel laut Werkleiter Gerhard Geiger am Freitagabend. Dies geschehe im Zuge der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.
  • Der Magistrat der Stadt Aßlar hat zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Coronavirus beschlossen, dass alle städtischen öffentlichen Einrichtungen ab Montag, 16. März, bis auf Weiteres geschlossen werden. Auch die Laguna-Therme stellt den Betrieb ein.
  • Ab Mittwoch, dem 18. März, bleibt auch die NaturTherme Templin geschlossen. Wie lange die NaturTherme Templin geschlossen bleibt, wird sich, laut Geschäftsführer Ernst Volkhardt, nach den aktuellen Geschehnissen richten. „Wir orientieren uns an den Schulen und öffentlichen Einrichtungen” so Volkhardt.
  • Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat auch die Gemeinde Waldbrunn Maßnahmen beschlossen, die geeignet sind, die Ausbreitung des Virus Corona SARS-CoV-2 (Coronavirus) zu verlangsamen und einzudämmen. Aus diesem Grund schließt die Katzenbuckel-Therme ab Dienstag, den 17. März 2020 bis auf weiteres ihre Pforten.
  • Ab Montag, den 16. März 2020 wird auch die Westfalen-Therme für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • In Freiburg ist das Eugen-Keidel-Bad nach Beschluss des Ordnungsbürgermeisters Stefan Breiter bereits seit Samstag, den 14. März, geschlossen, auch alle anderen öffentlichen Schwimmbäder der Stadt werden vorerst nicht wieder geöffnet.
  • Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen haben die Stadtwerke Bayreuth bereits seit Samstag, den 14. März, auf Empfehlung des Krisenstabs der Stadt Bayreuth die Lohengrin Therme gechlossen. Das teilten die Stadtwerke Bayreuth in einer Pressemitteilung mit.
  • Auch die Therme Obernsees ist seit Samstag (14.3.2020) in Absprache mit dem Krisenstab des Landratsamts Bayreuth und dem Verbandsvorsitzenden bis auf Weiteres geschlossen.
  • Die Stadtwerke Aalen haben aufgrund des Coronavirus die Limes-Thermen Aalen seit Samstag, den 14. März, für zwei Wochen geschlossen.

Stand 14.03.2020 8:00 Uhr:

Deutschland:

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) hat noch am Freitagabend verfügt, dass die Therme Erding geschlossen werden muss. Dies sei eine Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen. Die Therme Erding wird auch nicht erst von Montag an geschlossen sein  - wie andere große Schwimmbäder, Erlebnisbäder und Thermen in anderen deutschen Bundesländern - sondern von sofort an: Ab Samstagmorgen ist das Erdinger Bad mitsamt der riesigen Saunalandschaft für Gäste nicht mehr zugänglich. Somit konnte die Therme Erding ihre Gäste auch nicht mehr informieren. Die Therme Erding macht am Samstagmorgen auf ihrer Website lediglich mit einem kurzen Statement auf die aktuelle lage aufmerksam. Wie lange die Therme Erding geschlossen bleibt wird nicht angegeben. Auf der Website der Therme steht:

"Liebe Gäste der Therme Erding, die Thermenwelt wird ab 14. März vorübergehend schließen. Wir hoffen auf ihr Verständnis und freuen uns schon jetzt sehr auf ein Wiedersehen." Ihr Team der Therme Erding

Stand 13.03.2020 12:00 Uhr:

Österreich:

Die Thermenbetreiber in Österreich haben unterschiedliche, individuelle Regelungen getroffen wie sie mit der Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus umgehen. Einige Thermen haben den gesamten Betrieb eingestellt, andere beschränken die Eintritte auf die durch die Notfall-Ordnung in Kraft getretene Regelung auf maximal 100 Personen.

Folgende Thermen sind in Österreich derzeit geöffnet:

mit uneingeschränktem Betrieb:

  • Therme St. Kathrein, Bad Kleinkirchheim
  • Therme Linsberg Asia, Bad Erlach
  • Reiters Thermalbad Stegersbach
  • Felsentherme Bad Gastein

mit eingeschränktem Betrieb (maximale Personenanzahl von 100):

    • Atoll Achensee
    • Alpentherme Gastein
    • Bad & Sauna Sole Felsen Welt

Für Hotelgäste geöffnet:

    • Rogner Bad Blumau
    • Aqua Dome
    • Spa Resort Gainberg
    • St. Martins Therme & Lodge
    • Tauern Spa Zell am See
    • Grimming Therme
    • EurothermenResort Bad Hall
    • Therme Mediterrana
    • EurothermenResort Bad Ischl
    • Salzkammergut-Therme
    • EurothermenResort Bad Schallerbach

Thermen die komplett geschlossen sind:

  • AVITA Therme
  • Erlebnis Therme Amadé
  • H2o Hotel Therme Resort Sebersdorf
  • Heiltherme Bad Waltersdorf (auch kein Hotelbetrieb)
  • Hotel & Therme NOVA Koflach (Hotelbetrieb bleibt aufrecht)
  • Parktherme Bad Radkersburg
  • Römertherme Baden
  • Therme Fohnsdorf Aqualux
  • Therme Loipersdorf
  • Ybbstaler Solebad GmbH
  • Alpentherme Ehrenberg
  • Asia Spa Leoben
  • das KURBAD Therme Bad Gleichenberg
  • Narzissen Vital Resort
  • Sonnentherme Lutzmannsburg

Stand 13.03.2020 11:30 Uhr:

Deutschland:

    • Die Vita-Classica-Therme in Bad Krozingen lässt zunächst bis 29. März keine Besucher mehr aus Coronavirus-Risikogebieten eintreten. Die Thermen in Badenweiler und Bad Bellingen stehen offenbar vor ähnlichen Schritten.
    • Die größte Therme der Welt - die Therme Erding - schreibt auf ihrer Website:

"Liebe Gäste, wir haben weiterhin uneingeschränkt für Sie geöffnet! Nach Rücksprache mit Virologen und Ärzten besteht kein erhöhtes Risiko, die Therme Erding zu besuchen und wir haben weiterhin für Sie geöffnet. Aufgrund der überdurchschnittlichen Wasser- und Raumtemperaturen, dem Chlor im Wasser und den hohen Temperaturen in den Saunen, gehören Thermalbäder laut Medizinern sogar zu den wenigen Orten, die das Risiko einer Ansteckung minimieren. Zudem ist die Therme Erding keine Veranstaltungsstätte, sondern ein Unternehmen bzw. eine Einrichtung, wie zum Beispiel der Flughafen oder das Einkaufszentrum. Somit gibt es keinerlei Einschränkungen im Badebetrieb. Die Gesundheit unserer Gäste nehmen wir sehr ernst, weshalb wir zurzeit im ständigen Austausch mit den zuständigen Behörden sind, die uns über die aktuelle Entwicklung und Maßnahmen auf dem Laufenden halten. Der Hygienestandard ist bei uns, wie auch in anderen Thermalbädern, bereits sehr hoch. Um unseren Mitarbeitern und unseren Gästen noch mehr Sicherheit zu bieten, haben wir die Oberflächenreinigungsintervalle noch einmal verstärkt und den Chlorwert im Thermalheilwasser leicht erhöht. Viren werden nachweislich nicht über das Wasser übertragen und durch das mit Chlor versetzte sowie temperierte Wasser zerstört. Zudem stellen wir unseren Gästen in jedem unserer Bereiche ausreichend Stationen für die umfassende Handhygiene zur Verfügung. Ebenfalls haben wir die Anzahl der bereitgestellten Handdesinfektionsgeräte deutlich erhöht. Wir möchten Sie zudem anhalten, die vom Gesundheitsamt empfohlenen persönlichen Hygienestandards sowie die Hust- und Niesetikette und das gründliche Händewaschen mit ausreichend Seife einzuhalten. Generell stärkt Thermalheilbaden und Saunieren das Immunsystem und sollte im körperlich gesunden Zustand praktiziert werden. Wir bitten Sie daher auch bei ersten Anzeichen einer Erkältung und Grippe zu Hause zu bleiben und sich erst ordentlich auszukurieren. Wir danken Ihnen für Ihre Treue und freuen uns, wenn Sie sich demnächst für einen Aufenthalt bei uns entscheiden." Die Geschäftsleitung der Therme Erding

Österreich:

  • Neben den Thermen Stegersbach und Bad Lutzmannsburg, hat nun auch die Therme Loipersdorf geschlossen. Auf der Facebookseite der Therme Loipersdorf heißt es wie folgt: "Den aktuellen Entwicklungen folgend bleibt das gesamte Thermenresort Loipersdorf bis voraussichtlich Fr. 3.4. geschlossen.
  • Bereits am Donnerstagabend hat das AVITA Resort auf der Website angekündigt, dass die Therme vorläufig bis 3. April geschlossen bleibt. „Diese Entscheidung orientiert sich am aktuellen Erlass des Österreichischen Gesundheitsministeriums und stellt eine präventive Vorsichtsmaßnahme des AVITA Resort dar, um damit unserer sozialen Verantwortung gegenüber unseren Gästen und MitarbeiterInnen gerecht zu werden“, heißt es von Geschäftsführer Peter Prisching.
  • Steiermark: In der Parktherme Bad Radkersburg wird der Betrieb voraussichtlich bis 3. April eingestellt. Das Vita med Gesundheitszentrum ist von dieser Maßnahme ausgenommen. Die Therme Bad Gleichenberg hat bis 5. April zu. Der Therapie- und Hotelbetrieb geht weiter.
  • Der Thermenbetreiber Vamed schließt seine Thermen. "Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Entwicklung haben sich die Resorts der VAMED Vitality World dazu entschlossen temporär ausschließlich ihren Hotelbetrieb fortzuführen", heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite. Die mit Abstand größte Therme des Thermenbetreibers ist die Therme Wien. In den Bundesländern gehören die Thermen bzw. Thermenhotels von Laa, Geinberg, Bad Sauerbrunn, die St. Martins Therme, das Tauern Spa Zell am See-Kaprun, die Aqua Dome Tirol Therme, das Spa Resort Styria und das Kamptaler La Pura Women's Health Resort zum Konzern.

Stand 12.03.2020:

Informationen auf der Thermen-Website zum Coronavirus

Einige Thermen informieren die Öffentlichkeit auf ihrer Website über das Thema Coronavirus und den Umgang der Therme damit. Der Infotext ist in der Regel mit einem Datum versehen, so dass der Leser sieht, wie aktuell die Information ist. Diese Vorgehensweise ist hilfreich und schafft Vertrauen bei den Verbrauchern. Folgende Informationen werden auf den Thermen-Webseiten weitergegeben:

  • allgemeine Hinweise zur Situation und Ansprechpartner für Auskünfte zum Thema Coronavirus, beispielsweise Telefonnummern des regionalen Gesundheitsamtes oder des Robert-Koch-Instituts
  • konkrete Informationen zur Übertragung des Corona-Erregers: so weisen einige Thermen explizit darauf hin, dass das Chlor im Wasser Bakterien und Viren abtötet und somit keine erhöhte Infektionsgefahr über das Badewasser besteht. Zudem reagiert der Corona-Erreger empfindlich auf Hitze. Die hohen Temperaturen in der Sauna töten das Virus, so dass eine Ansteckung beim Saunagang höchst unwahrscheinlich ist
  • Verhaltenstipps für eine bessere Hygiene, beispielsweise zum richtigen Händewaschen und zu Husten-Etikette

Kein Einlass für Badegäste aus Risikogebieten

Einige Anlagen wie die KissSalis Therme in Bad Kissingen, die niederländischen Thermen Bussloo und die Schweizer Tamina Therme haben sich entschieden, zum Schutz ihrer Badegäste Besuchern aus Risikogebieten den Zutritt zu verwehren. Dabei setzen sie auf die Ehrlichkeit und das Verantwortungsgefühl der Verbraucher: an der Kasse fragt das Personal nach, ob sich der Besucher zuvor in einem Risikogebiet wie Italien, China oder Südkorea aufgehalten hat. Diese Regelung gilt auch für die Thermenmitarbeiter.

Maßnahmen gegen die Übertragung des Coronavirus

Regelmäßige Reinigung und hohe Hygienestandards gehören für die Thermen zum Alltag. Einige Anlagen haben ihre Hygienemaßnahmen nach eigenen Angaben noch einmal verstärkt und führen jetzt beispielsweise zusätzliche Wischdesinfektionen von Handgriffen und Türklinken durch. Die Johannesbad Therme in Bad Füssing hat zudem eine Expertengruppe gebildet, die sich täglich berät und im Bedarfsfall neue Maßnahmen zum Schutz der Badegäste umsetzt.

Thermenschließungen

In einer Mitteilung vom 3. März 2020 gibt das Robert-Koch-Institut den Hinweis, dass es in Gegenden mit vermehrt auftretenden Coronaviren eine Option zur Kontakt-Reduktion wäre, nicht unbedingt erforderliche öffentliche Einrichtungen zu schließen wie etwa Schwimmbäder, Turnhallen, Theater usw. Bislang wurde noch keine deutsche Therme wegen der Covid-19-Epidemie geschlossen.

Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen in ganz Italien hat die Therme Meran in Südtirol zunächst bis zum 3. April 2020 geschlossen. In der österreichischen Stadt Linz sind seit dem 12. März 2020 alle Bäder, Saunen und Wellnesseinrichtungen geschlossen. Auch die Eurothermen Bad Schallerbach, Bad Ischl und Bad Hall sowie die Therme Wien haben als Vorsorgemaßnahme bis 3. April 2020 den Betrieb eingestellt. Im Schweizer Kanton Tessin, der an Italien angrenzt, wurden sämtliche Schwimmbäder, Clubs, Sporteinrichtungen etc. geschlossen.

Spezifische Maßnahmen der Thermen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland

Die Redaktion des Thermenportals hat die Thermenbetreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus befragt und um Stellungnahmen gebeten. Hier finden Sie die Antworten einzelner Thermen auf die Fragen der Redaktion:

KissSalis Therme in Bad Kissingen:

1.) Informieren Sie potenzielle Besucher über den Umgang der Therme mit dem Coronavirus? Wie werden die potenziellen Gäste informiert?

Wir informieren unsere Gäste an der Kasse sowie über unsere Homepage zur aktuellen Lage. www.kisssalis.de/aktuelles

2.) Gilt in Ihrer Therme ein Zutrittsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten?

Wir bitten Gäste, die in den letzten 14 Tagen in einem der definierten Risikogebiete waren, unsere Thermen aktuell nicht zu besuchen. Diese Regelung gilt auch bei unseren Mitarbeitern.

3.) Haben Sie Maßnahmen ergriffen, um die Übertragung des Corona-Erregers in Ihrer Therme zu minimieren?

Eine perfekte Sauberkeit und Hygiene ist uns schon immer wichtig gewesen. Darum haben wir diesen Leitgedanken bereits vor langer Zeit im Leitbild der Kannewischer Thermen verankert. Seit jeher investieren wir in den Bereichen Gebäudereinigung und Wasseraufbereitung sehr viel.

Im Bereich der Gebäudereinigung werden unsere Thermen jede Nacht gründlich gereinigt und desinfiziert. Zusätzlich ist dauerhaft die Tagesreinigung aktiv.

Aktuell haben wir viele weitere Maßnahmen ergriffen, um mögliche Gefahren zu minimieren; u.a. verstärkte Desinfektion & Reinigung, keine Obstteller zum Aufguss, Untweisung der Mitarbeiter etc. Wir beobachten die aktuelle Lage sehr genau und passen unsere Maßnahmen laufend entsprechend an.

4.) Das Robert-Koch-Institut gibt den Hinweis, dass in Gegenden mit vermehrt auftretenden Corona-Viren es eine Option zur Kontakt-Reduktion wäre, Schwimmbäder, Turnhallen oder Theater zu schließen. Wie steht ihre Therme dieser Vorsichtsmaßnahme gegenüber?

Die im deutschsprachigen Raum strengen gesetzlichen Anforderungen gewährleisten eine Desinfektion des Badewassers von sämtlichen Viren und Bakterien. Wir erfüllen mindestens diese gesetzlichen Anforderungen, viele davon werden sogar übertroffen. Unsere Wasserwerte werden permanent automatisch gemessen. Zusätzlich werden diese 2-3 Mal am Tag per Hand gemessen. Eine Ansteckung über das Wasser kann so vermieden werden.

Thermen & Badewelt Sinsheim:

Wir stehen im engen und sehr konstruktiven Austausch mit dem für uns verantwortlichen Gesundheitsamt. Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes gibt es aktuell, besonders auch aufgrund unserer sehr strengen und hohen Hygienestandards, keinen Grund zur Beunruhigung. Unsere Therme hat daher ganz normal für Gäste geöffnet.

Die Ansteckungsgefahr ist im Vergleich zu Kontakten in kleinen Räumen bei uns deutlich geringer. Durch die große Umwälzleistung der hochmodernen Lüftungsanlagen können Viren und Keime nicht sehr lange im Raum verweilen. Auch unsere Wasserqualität wird permanent und genauestens kontrolliert. Eine Abtötung von Keimen und Krankheitserregern im Wasser ist durch die desinfizierende Wirkung des Chlors in kürzester Zeit (Sekunden) gegeben.

Wir können versichern, dass wir durchgehend (auch bereits vor dem Corona-Virus) auf einen sehr hohen Hygienestandard achten. Schon bisher wurden sensible „Touch-Flächen“ wie Türklinken, Tische oder der Barbereich mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert. Standard ist auch die regelmäßige Flächendesinfektion im Bade- und Nassbereich. Diese Desinfektion wird jede Nacht im Rahmen der Grundreinigung durchgeführt. In allen unseren Bereichen finden Gäste zusätzlich viruzide Hygiene- und Desinfektionsmittel.

Therme Obernsees:

Die Entscheidung über mögliche Maßnahmen bei öffentlichen Einrichtungen treffen die entsprechenden Behörden, ausgehend vom Bundesgesundheitsministerium über das Robert-Koch-Institut, die Landesbehörden bis hin zum Gesundheitsamt Bayreuth. Ich habe am Montag, 09.03.2020 beim Gesundheitsamt Bayreuth angerufen, ob es für uns als Therme Obernsees etwas zu beachten gilt oder wir aktuell etwas berücksichtigen müssten. Der Thermen- und Saunabetrieb könnte nach Auskunft ganz normal weiterlaufen. Für unsere Gäste haben wir bereits seit 14 Tagen die offiziellen Hygienemaßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ausgehängt. Die offiziellen Informationen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) sind auf unserer Web- und Facebookseite sowie an unterschiedlichen Stellen in Bad und Sauna ausgehängt.

Wir haben derzeit normalen Bade- und Saunabetrieb. Wir orientieren uns bei Entscheidungen nicht an medialen Diskussionen oder Interpretationen, sondern ausschließlich an behördlichen Vorgaben und Bestimmungen, welchen wir unterliegen. Sollten sich bei uns Änderungen ergeben, werden wir über unsere Web- und Facebookseite informieren. Uli Gesell, Betriebsleiter

Therme Erding

Die Therme Erding verwies die Redaktion des Thermenportals auf die Aussagen von Dr. Specht. (Siehe Interview weiter unten)

Spezifische Maßnahmen der Thermen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in Österreich

Das TauernSPA Kaprun in Zell am See:

1.) Informieren Sie potenzielle Besucher über den Umgang der Therme mit dem Coronavirus? Wie werden die potenziellen Gäste informiert?

Wir informieren Gäste über unsere Website und an den Eintritten der Resorts wie folgt:

Unsere Thermen der VAMED Vitality World stehen Ihnen zur Zeit uneingeschränkt zur Verfügung. Für den Schutz Ihrer Gesundheit und die Gesundheit unserer Gäste haben wir eine Reihe zusätzlicher forcierter Hygiene- und Informationsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählt auch der deutliche Hinweis, dass wir Menschen mit grippeähnlichen Symptomen (Husten, Fieber), mit Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen schwereren Erkrankungen mit Auswirkungen auf das Immunsystem derzeit von einem Besuch in einem Resort der VAMED Vitality World abraten. Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden und Experten und evaluieren laufend weitere Vorsorgemaßnahmen. Auf unserer Website und in unseren Thermen halten wir Sie über unsere Vorsorgemaßnahmen und aktuellen Öffnungszeiten ständig informiert.

2.) Gilt in Ihrer Therme ein Zutrittsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten?

Die gesundheitstouristischen Einrichtungen der VAMED wurden zu den Abläufen zur Prävention von viralen Infektionen informiert. An die Gäste in unseren Einrichtungen sind teilweise wortgleiche Informationen ergangen. Entsprechende Hinweise finden unsere Gäste auf den Websites unserer Resorts und in Aushängen vor Ort.

3.) Haben Sie Maßnahmen ergriffen, um die Übertragung des Corona-Erregers in Ihrer Therme zu minimieren?

Laut Gesundheitsministeriums und Experten besteht in Thermen im Vergleich zu anderen Bereichen keine erhöhte Ansteckungsgefahr. Für den Schutz der Gesundheit unserer Gäste ersuchen wir diese jedoch, die in unseren Breiten übliche persönliche Distanz von ein bis 2 Metern zu anderen Gästen zu wahren.

Außerdem haben wir eine Reihe zusätzlicher forcierter Hygiene- und Informationsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählt auch der deutliche Hinweis, dass wir Menschen mit grippeähnlichen Symptomen (Husten, Fieber), mit Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen schwereren Erkrankungen mit Auswirkungen auf das Immunsystem derzeit von einem Besuch unserer Thermen abraten.

4.) Das Robert-Koch-Institut gibt den Hinweis, dass in Gegenden mit vermehrt auftretenden Corona-Viren es eine Option zur Kontakt-Reduktion wäre, Schwimmbäder, Turnhallen oder Theater zu schließen. Wie steht ihre Therme dieser Vorsichtsmaßnahme gegenüber?

Derzeit richten wir uns hier nach den Vorgaben der Behörden.

Spezifische Maßnahmen der Thermen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz

Thermalbad & Spa Zürich

Wir orientieren uns laufend an den Ratschlägen und Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), die zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus herausgegeben werden: Die Behörden des Kantons Tessin haben am 11. März 2020 entschieden, dass sämtliche öffentliche Anlagen wie Hallenbäder, Tennisplätze, Schlittschuhbahnen, Diskotheken, Nachtlokale, Veranstaltungen, Konzerte usw. ab dem 12. März 2020 und bis zum 29. März 2020 geschlossen bleiben müssen. Somit heisst es, dass das Termali Salini & Spa in Locarno vom 12. März bis und mit am 29. März 2020 geschlossen ist. Die anderen Standorte in Bern, Schönbühl, Samedan, Zürich sind weiterhin geöffnet. Das Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad befindet sich in Revision.

Interview von Dr. Klaus Batz, Geschäftsführer der European Waterpark Association (EWA) mit dem Fachmediziner Dr. Christoph Specht

Dr. Specht - Quelle: Jo Kirchherr

Klaus Batz:

Sehr geehrter Herr Dr. Specht, zunächst vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen, Sie sind ja als Tropen- und Präventionsmediziner derzeit ein viel gefragter Experte. Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch bei den Gästen in unseren Freizeitbädern und Thermen für Verunsicherung gesorgt. Gibt es tatsächlich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko beim Besuch eines öffentlichen Bades oder einer Saunalandschaft?

Christoph Specht:

Das neue Coronavirus wird ja wie alle anderen Erkältungsviren – übrigens auch das echte Grippevirus – über Tröpfcheninfektion weitergegeben, das heißt beim Sprechen, Singen, Reden oder Niesen. Da kommen immer kleine Tröpfchen aus dem Mund oder der Nase, die muss man nicht immer sehen, und in diesen Tröpfchen sind die Viren. Wenn jetzt diese Tröpfchen mit den Viren drin zum Beispiel bei mir an die Schleimhaut gelangen, also an die Lippe, die Augen oder die Nase, dann können sie von dort weiterwandern, sich festsetzen und vermehren. Dann habe ich mich angesteckt. Das ist der typische Modus bei einer Tröpfcheninfektion. Eine Übertragung funktioniert aber nicht über das Wasser. Das heißt, wir reden hier nicht über ein „Wasser-Virus“, das irgendwo herumschwimmt. Das wäre gerade in einem Thermalbad oder einem Freizeitbad aufgrund der dortigen Hygiene-Voraussetzungen und der Chlorierung ganz unvorstellbar. Das mögen die Viren überhaupt nicht! Also die Gefahr, sich über das Wasser im Becken anzustecken, würde ich geradezu ausschließen. Etwas anderes ist es, wenn wir nahe beieinanderstehen. Aber das ist eben auch kein spezifisches Risiko in einem Bad, sondern das kann überall stattfinden. Wenn ich mit der Bahn oder mit dem Bus zum Bad fahre, dann habe ich dort sicher ein höheres Risiko als im Bad selbst. Einfach weil dort meistens mehr Menschen eng beieinanderstehen oder sitzen.

Klaus Batz:

Die allgemeinen Empfehlungen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus sind ja inzwischen hinlänglich bekannt, gibt es darüber hinaus besondere Maßnahmen, die Sie beim Besuch eines Freizeitbades oder einer Therme empfehlen?

Christoph Specht:

In einem öffentlichen Bad gelten genau die gleichen Hygieneregeln wie überall sonst. Wir haben es ja jetzt schon oft gehört: Wir sollten uns häufig die Hände waschen. Wasser und Seife reichen völlig aus. Wir brauchen dafür kein Desinfektionsmittel (nur dann, wenn wir Wasser und Seife nicht zur Verfügung haben). Wir halten Abstand von anderen Menschen. Wir drehen uns weg, wenn wir niesen und husten müssen, und halten damit unsere Hände frei von den Viren. Wenn wir diese Regeln einhalten, dann können wir bereits unglaublich viel erreichen, um die Infektionswege zu unterbrechen und die Verbreitung zu verlangsamen, so dass wir vor allen Dingen die Menschen schützen, die vom Coronavirus am ehesten betroffen wären: das sind die Älteren mit Begleiterkrankungen. Wenn wir diese einfachen Regeln beherzigen, und zwar überall, wo wir sind – im Thermalbad, im Bus, im Büro oder wo auch immer – dann haben wir bereits ganz viel getan. Es gibt nichts, was man im Freizeitbad oder einer Therme nun ganz besonders beachten müsste.

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