Wie gehen Thermen mit dem Thema Coronavirus um?

Alle Infos zum Thema "Thermenbesuch & Coronavirus"

Das Coronavirus verunsichert Verbraucher in Deutschland und weltweit. Viele fragen sich, welche Freizeitaktivitäten derzeit unbedenklich sind und welche man lieber auf einen späteren Zeitpunkt verschieben sollte. Diese Unsicherheit bekommen auch die Thermen zu spüren, die immer häufiger Fragen von besorgten Badegästen beantworten müssen. Wie gehen die Thermen mit dieser Situation um? Welche Maßnahmen treffen die Anlagen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren?  

Vorkehrungen und Maßnahmen der Thermen gegen das Coronavirus

Das Coronavirus stellt Thermenbetreiber in ganz Europa vor große Herausforderungen.

Dieser Artikel bietet einen Überblick über die Reaktionen der Thermen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Anfangsphase der Corona-Pandemie. Die Beiträge sind chronologisch geordnet und bilden die unterschiedlichen Maßnahmen ab, die zunächst ergriffen wurden, um einer Verbreitung des Covid-19 Erregers entgegenzuwirken. Seit dem 17. März 2020 sind alle Bäder und Saunabetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis auf weiteres geschlossen.   

Stand 20.03.2020 10:00 Uhr:

Deutschland:

  • Die Schließung aller Schwimmbäder, Saunabetriebe, Fitnesscenter, Vereine etc. in Deutschland gilt ab dem 17. März zunächst für 14 Tage, also bis zum 31. März 2020. Danach wird die Bundesregierung auf Basis der aktuellen Situation entscheiden, ob die Schließung verlängert wird.

Österreich:

  • In Österreich sind alle Bäder, Saunabetriebe etc. seit dem 16. März geschlossen. Die Mehrheit schließt bis zum 3. April, danach wird die Regierung entscheiden, wie es weitergeht.

Schweiz:

  • Seit dem 17. März bleiben in der Schweiz alle Schwimmbäder, Freizeiteinrichtungen etc. geschlossen. Die Regelung gilt zunächst bis zum 4. April, dann wird neu entschieden.

Stand 19.03.2020 14:00 Uhr:

Deutschland:

  • Aufgrund der derzeitigen Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV2 wurde auch die Toskana Therme in Bad Sulza am Mittwoch, den 18. März 2020, vorübergehend geschlossen.

  • Das Thermalbad in Bad Kreuznach, die Crucenia-Thermen, die Crucenia-Totes-Meer-Salzgrotten sowie das Bäderhaus in Bad Kreuznach sind bereits seit Dienstag geschlossen.

Österreich:

  • Zur Eindämmung des Coronavirus werden ab heute auch Rehakliniken und Kuranstalten geschlossen. Auf Kur oder Reha befindliche Patienten müssen mit Inkrafttreten der Verordnung Donnerstagmittag nach Hause.

Stand 18.03.2020 11:00 Uhr:

Deutschland:

  • Thermenwelt, Saunalandschaft, Wellnessbereich sowie das Restaurant der Warmbader Silber-Therme sind seit dem gestrigen Dienstag bis auf Weiteres geschlossen. Das teilte der Kur- und Gästeservice der Kur- und Gesundheitszentrum Warmbad Wolkenstein GmbH am Dienstagnachmittag mit. Weiterhin geöffnet haben hingegen die Physiotherapie sowie die Kältekammer. Die Einrichtungen stehen Patienten werktags zur Verfügung.

  • Als Vorsorgemaßnahme zur Verlangsamung der dynamischen Verbreitung des Coronavirus bleibt die Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster bis auf Weiteres geschlossen. Die Schließung betrifft die Bade- und Saunalandschaft, das Bistro Spessart Therme, die Totes-Meer-Salzgrotte, das WellVitamed (Wellness), die Tourist-Information sowie alle Veranstaltungsräumlichkeiten einschließlich Spessart FORUM. Die Physiotherapiepraxis in der Spessart Therme (PhysioVitamed) bleibt geöffnet.

  • Seit Dienstag ist auch die Kristall-Therme in Seelze wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. „Gesundheit steht bei uns an erster Stelle“, teilten die Betreiber auf ihrer Internetseite mit.

  • Auch die VitaSol-Therme in Bad Salzuflen bleibt bis zum 19. April geschlossen.

  • Ebenso wird bis mindestens zum 19. April die Ardesia-Therme in Bad Lobenstein geschlossen bleiben.

Stand 17.03.2020 12:00 Uhr:

Deutschland:

  • Seit heute, den 17. März, sind alle fünf niederbayerischen Heil- und Thermalbäder geschlossen. Für wie lange die Thermen geschlossen bleiben steht noch nicht fest. Zu den geschlossenen Thermen gehören:
  1. Bad Füssing - Europa Therme
  2. Bad Griesbach - Wohlfühl-Therme
  3. Bad Birnbach - Rottal Terme
  4. Bad Gögging - Limes-Therme
  5. Bad Abbach - Kaiser-Therme
  • Auch die Vita-Classica-Therme in Bad Krozingen schließt voraussichtlich bis Ende April im Zuge der Corona-Krise ab Dienstag, den 17. März, ihre Pforten.
  • Der öffentliche Badebetrieb in Thermalbad Wiesenbad in der Therme "Miriquidi" wird ab heute, den 17. März, vorübergehend eingestellt. Kurse wie Aquafitness, Präventionszirkel und Pilates finden ebenfalls bis auf Weiteres nicht statt. Rehasport-Kurse, Behandlungen von Rezept- und stationären Patienten werden allerdings wie gewohnt durchgeführt. Ab wann der reguläre Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann, will die Kurgesellschaft gesondert informieren.
  • Nachdem die Verantwortlichen der Balinea-Therme Bad Bellingen bereits am Wochenende bekanntgaben, den Betrieb ab Montag, den 16. März vorübergehend einzustellen, hat auch die Cassiopeia Therme in Badenweiler heute nachgezogen. Die Cassiopeia Therme bleibt mit sofortiger Wirkung bis voraussichtlich 3. April geschlossen.

Stand 16.03.2020 14:00 Uhr:

Deutschland:

  • Auch die Thermen & Badewelt Sinsheim stellt den Betrieb ein, wichtige Informationen hierzu hat das Unternehmen in der folgenden Pressemitteilung zusammengestellt:

In Anbetracht der aktuellen Situation und der damit verbundenen Gesamtentwicklung in Bezug auf COVID-19 hat sich die Thermen & Badewelt Sinsheim in Absprache mit den zuständigen Behörden, zu einer Einstellung des Gästebetriebes ab 16. März 2020 entschlossen. Somit endet der reguläre Betrieb der Thermen & Badewelt Sinsheim am 15. März 2020 um 22 Uhr bis auf Weiteres. „Wir sehen uns in der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und deren Familien sowie auch unseren Gästen. In den letzten Tagen und Wochen standen wir in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit den verantwortlichen Behörden, bei denen wir uns an dieser Stelle für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement bedanken wollen. Mit der Schließung möchten wir unseren Beitrag zur Eindämmung von COVID-19 in dieser schwierigen Zeit leisten“ so Stephan Roth, Geschäftsleiter der Thermen & Badewelt Sinsheim. Wir werden die Öffentlichkeit und unsere Gäste informieren, wenn der Termin der Wiedereröffnung bekannt ist.

  • Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Coronavirus bleibt auch die Vulkaneifel Therme in Bad Bertrich bis einschließlich 3. April geschlossen. Das teilt Geschäftsführer Michael Krämer mit.

Österreich:

  • Therme Wien stellt den kompletten Betrieb ein und teilt per Pressemitteilung mit:

Nachdem die Therme Wien am Freitag bereits die Tagestherme und den Fitnessbetrieb geschlossen hat, werden mit heute Montag, den 16. März 2020, nun auch die Therme Wien Med, das Gesundheitszentrum der Therme Wien sowie das Rheuma-Zentrum Wien-Oberlaa bis auf Weiteres geschlossen. Ein Notdienst für akut-rheumatologische Versorgung wurde eingerichtet. Im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung und der Gesundheit der Bevölkerung unterstützt die Therme Wien die Bestrebungen und Maßnahmen der Bundesregierung und der Stadt Wien zur Eindämmung des Coronaviruses und schließt deshalb bis auf Weiteres den gesamten Betrieb der Therme Wien.

Schweiz:

  • Während diverse Bäder im Kampf gegen das Corona-Virus ihren Betrieb einstellen, haben Gäste in Bad Zurzach weiterhin Einlass. Das Thermalbad Zurzach, wie auch das SPA Medical Wellness Center, bleiben trotz Coronavirus normal für Gäste geöffnet, teile die Geschäftsleitung des Therme mit. Im Unterschied zu anderen Schweizer Thermalbädern, wie bei Leukerbad oder Brig, hält die Therme in Bad Zurzach nach den am Freitag vom Bundesrat verordneten Massnahmen aktuell den Betrieb noch aufrecht.

Stand 16.03.2020 8:00 Uhr:

Deutschland:

    • Die Rupertus Therme in Bad Reichenhall und die Watzmann Therme in Berchtesgaden stellen ab Dienstag, den 17. März, ihren Betrieb ein. Mit dieser gemeinsamen Entscheidung leisten die beiden Thermen "einen bewussten und proaktiven Beitrag zur Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus", heißt es in der Pressemitteilung.
    • Die Balinea-Thermen in Bad Bellingen haben ab Montag, den 16.03. wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Am Sonntagmittag hat der Geschäftsführer der Bade- und Kurverwaltung Bad Bellingen, Dennis Schneider, die behördliche Anordnung erhalten, ab Montag zu schließen. Er entschied, schon am Sonntag ab 12 Uhr keine neuen Besucher mehr in die Therme zu lassen.
    • In der Cassiopeia-Therme in Badenweiler ist bis heute noch nicht von einer Schließung die Rede. Jedoch durften auch hier Besucher aus Risikogebieten das Bad nicht betreten. Bis einschließlich 29. März kontrolliere man das am Eingang, heißt es aktuell auf der Website der Thermenbetreiber.
    • Auch die Röbeler Müritz-Therme ist weiter geöffnet. Auf Facebook heißt man weiter Gäste willkommen. Gegen geltende Regeln und Verfügungen handeln die Thermenbetreiber damit nicht. In sozialen Netzwerken hat diese Entscheidung jedoch kontroverse Diskussionen ausgelöst. Die Thermenbetreiber schreiben dazu auf Facebook:

Liebe Gäste, wir haben weiterhin uneingeschränkt für Sie geöffnet. Nach Rücksprache mit Virologen und Ärzten besteht kein erhöhtes Risiko, die MüritzTherme Röbel zu besuchen. Aufgrund der überdurchschnittlichen Wasser- und Raumtemperaturen, dem Chlor im Wasser und den hohen Temperaturen in den Saunen, gehören Bäder laut Medizinern sogar zu den wenigen Orten, die das Risiko einer Ansteckung minimieren. Zudem ist die MüritzTherme keine Veranstaltungsstätte, sondern ein Unternehmen bzw. eine Einrichtung, wie zum Beispiel der Flughafen oder das Einkaufszentrum. Somit gibt es keinerlei Einschränkungen im Badebetrieb. Viren werden nachweislich nicht über das Wasser übertragen und durch das mit Chlor versetzte sowie temperierte Wasser zerstört. Der Hygienestandard ist bei uns, wie auch in anderen Bädern, bereits sehr hoch. Um unseren Mitarbeitern und unseren Gästen noch mehr Sicherheit zu bieten, haben wir die tägliche Desinfektion noch einmal verstärkt. Wir möchten Sie zudem anhalten, die vom Gesundheitsamt empfohlenen persönlichen Hygienestandards sowie die Hust- und Niesetikette und das gründliche Händewaschen mit ausreichend Seife einzuhalten. Generell stärkt Baden und Saunieren das Immunsystem und sollte im körperlich gesunden Zustand praktiziert werden. Wir bitten Sie daher auch bei ersten Anzeichen einer Erkältung und Grippe zu Hause zu bleiben und sich erst ordentlich auszukurieren. Wir danken Ihnen für Ihre Treue und freuen uns, wenn Sie sich demnächst für einen Aufenthalt bei uns entscheiden.

Das Team der MüritzTherme Röbel

Stand 15.03.2020 9:30 Uhr:

Deutschland:

  • Vorübergehende Schließung der Bali Therme ab Sonntag, den 15. März 2020 bis Donnerstag, den 30. April 2020.
  • Das Badeparadies Schwarzwald schließt ebenfalls bis mindestens Mitte April. Auf der Internetseite schreiben die Verantwortlichen, dass nach enger Absprache mit den Behörden entschieden wurde, den Gästebetrieb ab Sonntag 15. März 2020 22 Uhr bis auf weiteres einzustellen. Somit bleiben die Türen des Badeparadies ab Montag für mindestens 4 Wochen geschlossen.
  • Der Europa-Park in Rust hat gestern am Samstag, den 14. März, angekündigt die Wasserwelt Rulantica nur noch am Sonntag öffnen zu wollen. Ab Montag wird der Badebetrieb eingestellt.
  • Die Wiesbadener Hallenbäder und die beiden Thermen werden von Sonntag, den 15. März bis auf Weiteres geschlossen. Die Stadt begründete dies am Samstag mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus. Betroffen ist neben dem Thermalbad Aukammtal auch die Kaiser-Friedrich-Therme.
  • Auch das Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth stellt bis auf weiteres seinen Betrieb ein. Die Entscheidung zur Schließung des Sibyllenbads fiel laut Werkleiter Gerhard Geiger am Freitagabend. Dies geschehe im Zuge der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.
  • Der Magistrat der Stadt Aßlar hat zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Coronavirus beschlossen, dass alle städtischen öffentlichen Einrichtungen ab Montag, 16. März, bis auf Weiteres geschlossen werden. Auch die Laguna-Therme stellt den Betrieb ein.
  • Ab Mittwoch, dem 18. März, bleibt auch die NaturTherme Templin geschlossen. Wie lange die NaturTherme Templin geschlossen bleibt, wird sich, laut Geschäftsführer Ernst Volkhardt, nach den aktuellen Geschehnissen richten. „Wir orientieren uns an den Schulen und öffentlichen Einrichtungen” so Volkhardt.
  • Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat auch die Gemeinde Waldbrunn Maßnahmen beschlossen, die geeignet sind, die Ausbreitung des Virus Corona SARS-CoV-2 (Coronavirus) zu verlangsamen und einzudämmen. Aus diesem Grund schließt die Katzenbuckel-Therme ab Dienstag, den 17. März 2020 bis auf weiteres ihre Pforten.
  • Ab Montag, den 16. März 2020 wird auch die Westfalen-Therme für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • In Freiburg ist das Eugen-Keidel-Bad nach Beschluss des Ordnungsbürgermeisters Stefan Breiter bereits seit Samstag, den 14. März, geschlossen, auch alle anderen öffentlichen Schwimmbäder der Stadt werden vorerst nicht wieder geöffnet.
  • Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen haben die Stadtwerke Bayreuth bereits seit Samstag, den 14. März, auf Empfehlung des Krisenstabs der Stadt Bayreuth die Lohengrin Therme gechlossen. Das teilten die Stadtwerke Bayreuth in einer Pressemitteilung mit.
  • Auch die Therme Obernsees ist seit Samstag (14.3.2020) in Absprache mit dem Krisenstab des Landratsamts Bayreuth und dem Verbandsvorsitzenden bis auf Weiteres geschlossen.
  • Die Stadtwerke Aalen haben aufgrund des Coronavirus die Limes-Thermen Aalen seit Samstag, den 14. März, für zwei Wochen geschlossen.

Stand 14.03.2020 8:00 Uhr:

Deutschland:

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) hat noch am Freitagabend verfügt, dass die Therme Erding geschlossen werden muss. Dies sei eine Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen. Die Therme Erding wird auch nicht erst von Montag an geschlossen sein  - wie andere große Schwimmbäder, Erlebnisbäder und Thermen in anderen deutschen Bundesländern - sondern von sofort an: Ab Samstagmorgen ist das Erdinger Bad mitsamt der riesigen Saunalandschaft für Gäste nicht mehr zugänglich. Somit konnte die Therme Erding ihre Gäste auch nicht mehr informieren. Die Therme Erding macht am Samstagmorgen auf ihrer Website lediglich mit einem kurzen Statement auf die aktuelle lage aufmerksam. Wie lange die Therme Erding geschlossen bleibt wird nicht angegeben. Auf der Website der Therme steht:

"Liebe Gäste der Therme Erding, die Thermenwelt wird ab 14. März vorübergehend schließen. Wir hoffen auf ihr Verständnis und freuen uns schon jetzt sehr auf ein Wiedersehen." Ihr Team der Therme Erding

Stand 13.03.2020 12:00 Uhr:

Österreich:

Die Thermenbetreiber in Österreich haben unterschiedliche, individuelle Regelungen getroffen wie sie mit der Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus umgehen. Einige Thermen haben den gesamten Betrieb eingestellt, andere beschränken die Eintritte auf die durch die Notfall-Ordnung in Kraft getretene Regelung auf maximal 100 Personen.

Folgende Thermen sind in Österreich derzeit geöffnet:

mit uneingeschränktem Betrieb:

  • Therme St. Kathrein, Bad Kleinkirchheim
  • Therme Linsberg Asia, Bad Erlach
  • Reiters Thermalbad Stegersbach
  • Felsentherme Bad Gastein

mit eingeschränktem Betrieb (maximale Personenanzahl von 100):

    • Atoll Achensee
    • Alpentherme Gastein
    • Bad & Sauna Sole Felsen Welt

Für Hotelgäste geöffnet:

    • Rogner Bad Blumau
    • Aqua Dome
    • Spa Resort Gainberg
    • St. Martins Therme & Lodge
    • Tauern Spa Zell am See
    • Grimming Therme
    • EurothermenResort Bad Hall
    • Therme Mediterrana
    • EurothermenResort Bad Ischl
    • Salzkammergut-Therme
    • EurothermenResort Bad Schallerbach

Thermen die komplett geschlossen sind:

  • AVITA Therme
  • Erlebnis Therme Amadé
  • H2o Hotel Therme Resort Sebersdorf
  • Heiltherme Bad Waltersdorf (auch kein Hotelbetrieb)
  • Hotel & Therme NOVA Koflach (Hotelbetrieb bleibt aufrecht)
  • Parktherme Bad Radkersburg
  • Römertherme Baden
  • Therme Fohnsdorf Aqualux
  • Therme Loipersdorf
  • Ybbstaler Solebad GmbH
  • Alpentherme Ehrenberg
  • Asia Spa Leoben
  • das KURBAD Therme Bad Gleichenberg
  • Narzissen Vital Resort
  • Sonnentherme Lutzmannsburg

Stand 13.03.2020 11:30 Uhr:

Deutschland:

    • Die Vita-Classica-Therme in Bad Krozingen lässt zunächst bis 29. März keine Besucher mehr aus Coronavirus-Risikogebieten eintreten. Die Thermen in Badenweiler und Bad Bellingen stehen offenbar vor ähnlichen Schritten.
    • Die größte Therme der Welt - die Therme Erding - schreibt auf ihrer Website:

"Liebe Gäste, wir haben weiterhin uneingeschränkt für Sie geöffnet! Nach Rücksprache mit Virologen und Ärzten besteht kein erhöhtes Risiko, die Therme Erding zu besuchen und wir haben weiterhin für Sie geöffnet. Aufgrund der überdurchschnittlichen Wasser- und Raumtemperaturen, dem Chlor im Wasser und den hohen Temperaturen in den Saunen, gehören Thermalbäder laut Medizinern sogar zu den wenigen Orten, die das Risiko einer Ansteckung minimieren. Zudem ist die Therme Erding keine Veranstaltungsstätte, sondern ein Unternehmen bzw. eine Einrichtung, wie zum Beispiel der Flughafen oder das Einkaufszentrum. Somit gibt es keinerlei Einschränkungen im Badebetrieb. Die Gesundheit unserer Gäste nehmen wir sehr ernst, weshalb wir zurzeit im ständigen Austausch mit den zuständigen Behörden sind, die uns über die aktuelle Entwicklung und Maßnahmen auf dem Laufenden halten. Der Hygienestandard ist bei uns, wie auch in anderen Thermalbädern, bereits sehr hoch. Um unseren Mitarbeitern und unseren Gästen noch mehr Sicherheit zu bieten, haben wir die Oberflächenreinigungsintervalle noch einmal verstärkt und den Chlorwert im Thermalheilwasser leicht erhöht. Viren werden nachweislich nicht über das Wasser übertragen und durch das mit Chlor versetzte sowie temperierte Wasser zerstört. Zudem stellen wir unseren Gästen in jedem unserer Bereiche ausreichend Stationen für die umfassende Handhygiene zur Verfügung. Ebenfalls haben wir die Anzahl der bereitgestellten Handdesinfektionsgeräte deutlich erhöht. Wir möchten Sie zudem anhalten, die vom Gesundheitsamt empfohlenen persönlichen Hygienestandards sowie die Hust- und Niesetikette und das gründliche Händewaschen mit ausreichend Seife einzuhalten. Generell stärkt Thermalheilbaden und Saunieren das Immunsystem und sollte im körperlich gesunden Zustand praktiziert werden. Wir bitten Sie daher auch bei ersten Anzeichen einer Erkältung und Grippe zu Hause zu bleiben und sich erst ordentlich auszukurieren. Wir danken Ihnen für Ihre Treue und freuen uns, wenn Sie sich demnächst für einen Aufenthalt bei uns entscheiden." Die Geschäftsleitung der Therme Erding

Österreich:

  • Neben den Thermen Stegersbach und Bad Lutzmannsburg, hat nun auch die Therme Loipersdorf geschlossen. Auf der Facebookseite der Therme Loipersdorf heißt es wie folgt: "Den aktuellen Entwicklungen folgend bleibt das gesamte Thermenresort Loipersdorf bis voraussichtlich Fr. 3.4. geschlossen.
  • Bereits am Donnerstagabend hat das AVITA Resort auf der Website angekündigt, dass die Therme vorläufig bis 3. April geschlossen bleibt. „Diese Entscheidung orientiert sich am aktuellen Erlass des Österreichischen Gesundheitsministeriums und stellt eine präventive Vorsichtsmaßnahme des AVITA Resort dar, um damit unserer sozialen Verantwortung gegenüber unseren Gästen und MitarbeiterInnen gerecht zu werden“, heißt es von Geschäftsführer Peter Prisching.
  • Steiermark: In der Parktherme Bad Radkersburg wird der Betrieb voraussichtlich bis 3. April eingestellt. Das Vita med Gesundheitszentrum ist von dieser Maßnahme ausgenommen. Die Therme Bad Gleichenberg hat bis 5. April zu. Der Therapie- und Hotelbetrieb geht weiter.
  • Der Thermenbetreiber Vamed schließt seine Thermen. "Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Entwicklung haben sich die Resorts der VAMED Vitality World dazu entschlossen temporär ausschließlich ihren Hotelbetrieb fortzuführen", heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite. Die mit Abstand größte Therme des Thermenbetreibers ist die Therme Wien. In den Bundesländern gehören die Thermen bzw. Thermenhotels von Laa, Geinberg, Bad Sauerbrunn, die St. Martins Therme, das Tauern Spa Zell am See-Kaprun, die Aqua Dome Tirol Therme, das Spa Resort Styria und das Kamptaler La Pura Women's Health Resort zum Konzern.

Stand 12.03.2020:

Informationen auf der Thermen-Website zum Coronavirus

Einige Thermen informieren die Öffentlichkeit auf ihrer Website über das Thema Coronavirus und den Umgang der Therme damit. Der Infotext ist in der Regel mit einem Datum versehen, so dass der Leser sieht, wie aktuell die Information ist. Diese Vorgehensweise ist hilfreich und schafft Vertrauen bei den Verbrauchern. Folgende Informationen werden auf den Thermen-Webseiten weitergegeben:

  • allgemeine Hinweise zur Situation und Ansprechpartner für Auskünfte zum Thema Coronavirus, beispielsweise Telefonnummern des regionalen Gesundheitsamtes oder des Robert-Koch-Instituts
  • konkrete Informationen zur Übertragung des Corona-Erregers: so weisen einige Thermen explizit darauf hin, dass das Chlor im Wasser Bakterien und Viren abtötet und somit keine erhöhte Infektionsgefahr über das Badewasser besteht. Zudem reagiert der Corona-Erreger empfindlich auf Hitze. Die hohen Temperaturen in der Sauna töten das Virus, so dass eine Ansteckung beim Saunagang höchst unwahrscheinlich ist
  • Verhaltenstipps für eine bessere Hygiene, beispielsweise zum richtigen Händewaschen und zu Husten-Etikette

Kein Einlass für Badegäste aus Risikogebieten

Einige Anlagen wie die KissSalis Therme in Bad Kissingen, die niederländischen Thermen Bussloo und die Schweizer Tamina Therme haben sich entschieden, zum Schutz ihrer Badegäste Besuchern aus Risikogebieten den Zutritt zu verwehren. Dabei setzen sie auf die Ehrlichkeit und das Verantwortungsgefühl der Verbraucher: an der Kasse fragt das Personal nach, ob sich der Besucher zuvor in einem Risikogebiet wie Italien, China oder Südkorea aufgehalten hat. Diese Regelung gilt auch für die Thermenmitarbeiter.

Maßnahmen gegen die Übertragung des Coronavirus

Regelmäßige Reinigung und hohe Hygienestandards gehören für die Thermen zum Alltag. Einige Anlagen haben ihre Hygienemaßnahmen nach eigenen Angaben noch einmal verstärkt und führen jetzt beispielsweise zusätzliche Wischdesinfektionen von Handgriffen und Türklinken durch. Die Johannesbad Therme in Bad Füssing hat zudem eine Expertengruppe gebildet, die sich täglich berät und im Bedarfsfall neue Maßnahmen zum Schutz der Badegäste umsetzt.

Thermenschließungen

In einer Mitteilung vom 3. März 2020 gibt das Robert-Koch-Institut den Hinweis, dass es in Gegenden mit vermehrt auftretenden Coronaviren eine Option zur Kontakt-Reduktion wäre, nicht unbedingt erforderliche öffentliche Einrichtungen zu schließen wie etwa Schwimmbäder, Turnhallen, Theater usw. Bislang wurde noch keine deutsche Therme wegen der Covid-19-Epidemie geschlossen.

Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen in ganz Italien hat die Therme Meran in Südtirol zunächst bis zum 3. April 2020 geschlossen. In der österreichischen Stadt Linz sind seit dem 12. März 2020 alle Bäder, Saunen und Wellnesseinrichtungen geschlossen. Auch die Eurothermen Bad Schallerbach, Bad Ischl und Bad Hall sowie die Therme Wien haben als Vorsorgemaßnahme bis 3. April 2020 den Betrieb eingestellt. Im Schweizer Kanton Tessin, der an Italien angrenzt, wurden sämtliche Schwimmbäder, Clubs, Sporteinrichtungen etc. geschlossen.

Spezifische Maßnahmen der Thermen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland

Die Redaktion des Thermenportals hat die Thermenbetreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus befragt und um Stellungnahmen gebeten. Hier finden Sie die Antworten einzelner Thermen auf die Fragen der Redaktion:

KissSalis Therme in Bad Kissingen:

1.) Informieren Sie potenzielle Besucher über den Umgang der Therme mit dem Coronavirus? Wie werden die potenziellen Gäste informiert?

Wir informieren unsere Gäste an der Kasse sowie über unsere Homepage zur aktuellen Lage. www.kisssalis.de/aktuelles

2.) Gilt in Ihrer Therme ein Zutrittsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten?

Wir bitten Gäste, die in den letzten 14 Tagen in einem der definierten Risikogebiete waren, unsere Thermen aktuell nicht zu besuchen. Diese Regelung gilt auch bei unseren Mitarbeitern.

3.) Haben Sie Maßnahmen ergriffen, um die Übertragung des Corona-Erregers in Ihrer Therme zu minimieren?

Eine perfekte Sauberkeit und Hygiene ist uns schon immer wichtig gewesen. Darum haben wir diesen Leitgedanken bereits vor langer Zeit im Leitbild der Kannewischer Thermen verankert. Seit jeher investieren wir in den Bereichen Gebäudereinigung und Wasseraufbereitung sehr viel.

Im Bereich der Gebäudereinigung werden unsere Thermen jede Nacht gründlich gereinigt und desinfiziert. Zusätzlich ist dauerhaft die Tagesreinigung aktiv.

Aktuell haben wir viele weitere Maßnahmen ergriffen, um mögliche Gefahren zu minimieren; u.a. verstärkte Desinfektion & Reinigung, keine Obstteller zum Aufguss, Untweisung der Mitarbeiter etc. Wir beobachten die aktuelle Lage sehr genau und passen unsere Maßnahmen laufend entsprechend an.

4.) Das Robert-Koch-Institut gibt den Hinweis, dass in Gegenden mit vermehrt auftretenden Corona-Viren es eine Option zur Kontakt-Reduktion wäre, Schwimmbäder, Turnhallen oder Theater zu schließen. Wie steht ihre Therme dieser Vorsichtsmaßnahme gegenüber?

Die im deutschsprachigen Raum strengen gesetzlichen Anforderungen gewährleisten eine Desinfektion des Badewassers von sämtlichen Viren und Bakterien. Wir erfüllen mindestens diese gesetzlichen Anforderungen, viele davon werden sogar übertroffen. Unsere Wasserwerte werden permanent automatisch gemessen. Zusätzlich werden diese 2-3 Mal am Tag per Hand gemessen. Eine Ansteckung über das Wasser kann so vermieden werden.

Thermen & Badewelt Sinsheim:

Wir stehen im engen und sehr konstruktiven Austausch mit dem für uns verantwortlichen Gesundheitsamt. Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes gibt es aktuell, besonders auch aufgrund unserer sehr strengen und hohen Hygienestandards, keinen Grund zur Beunruhigung. Unsere Therme hat daher ganz normal für Gäste geöffnet.

Die Ansteckungsgefahr ist im Vergleich zu Kontakten in kleinen Räumen bei uns deutlich geringer. Durch die große Umwälzleistung der hochmodernen Lüftungsanlagen können Viren und Keime nicht sehr lange im Raum verweilen. Auch unsere Wasserqualität wird permanent und genauestens kontrolliert. Eine Abtötung von Keimen und Krankheitserregern im Wasser ist durch die desinfizierende Wirkung des Chlors in kürzester Zeit (Sekunden) gegeben.

Wir können versichern, dass wir durchgehend (auch bereits vor dem Corona-Virus) auf einen sehr hohen Hygienestandard achten. Schon bisher wurden sensible „Touch-Flächen“ wie Türklinken, Tische oder der Barbereich mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert. Standard ist auch die regelmäßige Flächendesinfektion im Bade- und Nassbereich. Diese Desinfektion wird jede Nacht im Rahmen der Grundreinigung durchgeführt. In allen unseren Bereichen finden Gäste zusätzlich viruzide Hygiene- und Desinfektionsmittel.

Therme Obernsees:

Die Entscheidung über mögliche Maßnahmen bei öffentlichen Einrichtungen treffen die entsprechenden Behörden, ausgehend vom Bundesgesundheitsministerium über das Robert-Koch-Institut, die Landesbehörden bis hin zum Gesundheitsamt Bayreuth. Ich habe am Montag, 09.03.2020 beim Gesundheitsamt Bayreuth angerufen, ob es für uns als Therme Obernsees etwas zu beachten gilt oder wir aktuell etwas berücksichtigen müssten. Der Thermen- und Saunabetrieb könnte nach Auskunft ganz normal weiterlaufen. Für unsere Gäste haben wir bereits seit 14 Tagen die offiziellen Hygienemaßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ausgehängt. Die offiziellen Informationen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) sind auf unserer Web- und Facebookseite sowie an unterschiedlichen Stellen in Bad und Sauna ausgehängt.

Wir haben derzeit normalen Bade- und Saunabetrieb. Wir orientieren uns bei Entscheidungen nicht an medialen Diskussionen oder Interpretationen, sondern ausschließlich an behördlichen Vorgaben und Bestimmungen, welchen wir unterliegen. Sollten sich bei uns Änderungen ergeben, werden wir über unsere Web- und Facebookseite informieren. Uli Gesell, Betriebsleiter

Therme Erding

Die Therme Erding verwies die Redaktion des Thermenportals auf die Aussagen von Dr. Specht. (Siehe Interview weiter unten)

Spezifische Maßnahmen der Thermen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in Österreich

Das TauernSPA Kaprun in Zell am See:

1.) Informieren Sie potenzielle Besucher über den Umgang der Therme mit dem Coronavirus? Wie werden die potenziellen Gäste informiert?

Wir informieren Gäste über unsere Website und an den Eintritten der Resorts wie folgt:

Unsere Thermen der VAMED Vitality World stehen Ihnen zur Zeit uneingeschränkt zur Verfügung. Für den Schutz Ihrer Gesundheit und die Gesundheit unserer Gäste haben wir eine Reihe zusätzlicher forcierter Hygiene- und Informationsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählt auch der deutliche Hinweis, dass wir Menschen mit grippeähnlichen Symptomen (Husten, Fieber), mit Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen schwereren Erkrankungen mit Auswirkungen auf das Immunsystem derzeit von einem Besuch in einem Resort der VAMED Vitality World abraten. Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden und Experten und evaluieren laufend weitere Vorsorgemaßnahmen. Auf unserer Website und in unseren Thermen halten wir Sie über unsere Vorsorgemaßnahmen und aktuellen Öffnungszeiten ständig informiert.

2.) Gilt in Ihrer Therme ein Zutrittsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten?

Die gesundheitstouristischen Einrichtungen der VAMED wurden zu den Abläufen zur Prävention von viralen Infektionen informiert. An die Gäste in unseren Einrichtungen sind teilweise wortgleiche Informationen ergangen. Entsprechende Hinweise finden unsere Gäste auf den Websites unserer Resorts und in Aushängen vor Ort.

3.) Haben Sie Maßnahmen ergriffen, um die Übertragung des Corona-Erregers in Ihrer Therme zu minimieren?

Laut Gesundheitsministeriums und Experten besteht in Thermen im Vergleich zu anderen Bereichen keine erhöhte Ansteckungsgefahr. Für den Schutz der Gesundheit unserer Gäste ersuchen wir diese jedoch, die in unseren Breiten übliche persönliche Distanz von ein bis 2 Metern zu anderen Gästen zu wahren.

Außerdem haben wir eine Reihe zusätzlicher forcierter Hygiene- und Informationsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählt auch der deutliche Hinweis, dass wir Menschen mit grippeähnlichen Symptomen (Husten, Fieber), mit Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen schwereren Erkrankungen mit Auswirkungen auf das Immunsystem derzeit von einem Besuch unserer Thermen abraten.

4.) Das Robert-Koch-Institut gibt den Hinweis, dass in Gegenden mit vermehrt auftretenden Corona-Viren es eine Option zur Kontakt-Reduktion wäre, Schwimmbäder, Turnhallen oder Theater zu schließen. Wie steht ihre Therme dieser Vorsichtsmaßnahme gegenüber?

Derzeit richten wir uns hier nach den Vorgaben der Behörden.

Spezifische Maßnahmen der Thermen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz

Thermalbad & Spa Zürich

Wir orientieren uns laufend an den Ratschlägen und Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), die zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus herausgegeben werden: Die Behörden des Kantons Tessin haben am 11. März 2020 entschieden, dass sämtliche öffentliche Anlagen wie Hallenbäder, Tennisplätze, Schlittschuhbahnen, Diskotheken, Nachtlokale, Veranstaltungen, Konzerte usw. ab dem 12. März 2020 und bis zum 29. März 2020 geschlossen bleiben müssen. Somit heisst es, dass das Termali Salini & Spa in Locarno vom 12. März bis und mit am 29. März 2020 geschlossen ist. Die anderen Standorte in Bern, Schönbühl, Samedan, Zürich sind weiterhin geöffnet. Das Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad befindet sich in Revision.

Interview von Dr. Klaus Batz, Geschäftsführer der European Waterpark Association (EWA) mit dem Fachmediziner Dr. Christoph Specht

Dr. Specht - Quelle: Jo Kirchherr

Klaus Batz:

Sehr geehrter Herr Dr. Specht, zunächst vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen, Sie sind ja als Tropen- und Präventionsmediziner derzeit ein viel gefragter Experte. Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch bei den Gästen in unseren Freizeitbädern und Thermen für Verunsicherung gesorgt. Gibt es tatsächlich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko beim Besuch eines öffentlichen Bades oder einer Saunalandschaft?

Christoph Specht:

Das neue Coronavirus wird ja wie alle anderen Erkältungsviren – übrigens auch das echte Grippevirus – über Tröpfcheninfektion weitergegeben, das heißt beim Sprechen, Singen, Reden oder Niesen. Da kommen immer kleine Tröpfchen aus dem Mund oder der Nase, die muss man nicht immer sehen, und in diesen Tröpfchen sind die Viren. Wenn jetzt diese Tröpfchen mit den Viren drin zum Beispiel bei mir an die Schleimhaut gelangen, also an die Lippe, die Augen oder die Nase, dann können sie von dort weiterwandern, sich festsetzen und vermehren. Dann habe ich mich angesteckt. Das ist der typische Modus bei einer Tröpfcheninfektion. Eine Übertragung funktioniert aber nicht über das Wasser. Das heißt, wir reden hier nicht über ein „Wasser-Virus“, das irgendwo herumschwimmt. Das wäre gerade in einem Thermalbad oder einem Freizeitbad aufgrund der dortigen Hygiene-Voraussetzungen und der Chlorierung ganz unvorstellbar. Das mögen die Viren überhaupt nicht! Also die Gefahr, sich über das Wasser im Becken anzustecken, würde ich geradezu ausschließen. Etwas anderes ist es, wenn wir nahe beieinanderstehen. Aber das ist eben auch kein spezifisches Risiko in einem Bad, sondern das kann überall stattfinden. Wenn ich mit der Bahn oder mit dem Bus zum Bad fahre, dann habe ich dort sicher ein höheres Risiko als im Bad selbst. Einfach weil dort meistens mehr Menschen eng beieinanderstehen oder sitzen.

Klaus Batz:

Die allgemeinen Empfehlungen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus sind ja inzwischen hinlänglich bekannt, gibt es darüber hinaus besondere Maßnahmen, die Sie beim Besuch eines Freizeitbades oder einer Therme empfehlen?

Christoph Specht:

In einem öffentlichen Bad gelten genau die gleichen Hygieneregeln wie überall sonst. Wir haben es ja jetzt schon oft gehört: Wir sollten uns häufig die Hände waschen. Wasser und Seife reichen völlig aus. Wir brauchen dafür kein Desinfektionsmittel (nur dann, wenn wir Wasser und Seife nicht zur Verfügung haben). Wir halten Abstand von anderen Menschen. Wir drehen uns weg, wenn wir niesen und husten müssen, und halten damit unsere Hände frei von den Viren. Wenn wir diese Regeln einhalten, dann können wir bereits unglaublich viel erreichen, um die Infektionswege zu unterbrechen und die Verbreitung zu verlangsamen, so dass wir vor allen Dingen die Menschen schützen, die vom Coronavirus am ehesten betroffen wären: das sind die Älteren mit Begleiterkrankungen. Wenn wir diese einfachen Regeln beherzigen, und zwar überall, wo wir sind – im Thermalbad, im Bus, im Büro oder wo auch immer – dann haben wir bereits ganz viel getan. Es gibt nichts, was man im Freizeitbad oder einer Therme nun ganz besonders beachten müsste.

Zurück

Über uns

Bei uns finden Sie Tipps für Ihren nächsten Thermen-Besuch, Informationen über neue Wellness-, Spa- und Thermen-Trends. Unser Redaktionsteam spürt für Sie die günstigsten Thermen-Angebote und Thermen-Gutscheine auf und macht auf besondere Thermen-Deals mit Hotel-Übernachtung aufmerksam.

Informa­tionen

Impressum

Datenschutz